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«Vorsätze müssen messbar und machbar sein»

27. Dezember 2017

Neujahrsvorsätze sollten nach Ansicht des Zeitmanagement-Experten Jörg Knoblauch messbar und machbar sein. «Bundeskanzler in den nächsten zwei oder drei Jahren zu werden, ist mit Sicherheit nicht machbar», sagte der Personal-Berater.

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Viele nehmen sich an Neujahr vor, mehr Sport zu treiben.

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Stuttgart (epd). Neujahresvorsätze sollten nach Ansicht des Zeitmanagement-Experten Jörg Knoblauch schriftlich fixiert, konkret und realistisch sein. Der Personal-Berater, Bestsellerautor und Entwickler des tempus-Zeitplansystems aus dem baden-württembergischen Giengen verrät im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd), wie Vorhaben nachhaltig umgesetzt werden können.

epd: Neues Jahr, neues Glück: Viele Menschen nehmen sich etwas vor, das sie im neuen Jahr ändern wollen. Was ist so attraktiv an Neujahresvorsätzen?

Jörg Knoblauch: Nicht nur ich, viele andere Leute nutzen den Jahreswechsel, um sich in die Helikopter-Perspektive zu begeben, also ihr Leben mal von oben zu betrachten. Da sieht man dann, was gelungen ist und wo man etwas verändern muss.

epd: Woran liegt es, dass die meisten Vorsätze dann doch nicht umgesetzt werden?

Knoblauch: Die meisten nehmen sich an Neujahr das Übliche vor wie mehr Sport, gesündere Ernährung, oder mit dem Rauchen aufhören. All das sind wertvolle Ansätze, aber das macht natürlich nur Sinn, wenn man jetzt auch einige Maßnahmen ableitet: Mehr Sport heißt dann eben zum Beispiel, einen Vertrag im Fitnesscenter zu unterschreiben und drei Mal in der Woche auch dorthin zu gehen.

epd: Was kann getan werden, damit den guten Absichten auch Taten folgen?

Knoblauch: Vorsätze müssen zwei Kriterien erfüllen. Sie müssen messbar und machbar sein. Bundeskanzler in den nächsten zwei oder drei Jahren zu werden ist mit Sicherheit nicht machbar. Der Satz "If you can dream it, you can do it" stimmt so leider nicht. Jeder Mensch hat auch Grenzen.

epd: Sie sprechen sich dafür aus, Vorsätze schriftlich zu fixieren, warum?

Knoblauch: Es gilt der Satz: Schriftlichkeit zwingt zu gedanklicher Klarheit. Wer seine Vorsätze nur in Gedanken fasst, muss wissen, dass der nächste Gedanke den gerade gefassten Vorsatz schon wieder wegwischt. Auch Öffentlichkeit kann hilfreich sein. Warum nicht einfach die Silvesterparty nutzen, um gute Vorsätze bekanntzugeben? Je mehr Menschen von den eigenen guten Vorsätzen erfahren, desto höher wird die Selbstverpflichtung, jetzt auch entsprechend zu handeln. Wer blamiert sich schon gerne?

epd: Und was, wenn man trotz allem scheitert?

Knoblauch: Doch eine heimlich geraucht? Falsch wäre es dann zu sagen: "Jetzt lass ich den Dingen freien Lauf". Erfolg ist, einmal mehr aufstehen als hinfallen.

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