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Empörung in Afrika und bei den UN über Trump-Aussagen

12. Januar 2018

Die abfällige Beschimpfung vor allem afrikanischer Länder durch US-Präsident Donald Trump haben in Afrika und bei den Vereinten Nationen Empörung ausgelöst.

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Genf (epd). Falls Trumps Kommentare zuträfen, seien sie eindeutig rassistisch, erklärte ein Sprecher des UN-Hochkommissariats am Freitag in Genf. Trump hatte Herkunftsländer von Migranten mehreren US-Medienberichten zufolge als "Dreckslöcher" bezeichnet, was er inzwischen zurückwies. Seine Sprache sei aber deutlich gewesen, erklärte Trump.

Botsuanas Regierung verurteilte die Aussagen Trumps als unverantwortlich, verwerflich und rassistisch und bestellte den US-Botschafter ein. Die Sprecherin der Afrikanischen Union sagte der britischen Tageszeitung "The Independent", Trumps Verhalten sei absolut inakzeptabel und vor dem Hintergrund der amerikanischen Einwanderergeschichte auch nicht nachvollziehbar. Eine Sprecherin von Südafrikas Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) sagte dem britischen Sender BBC, weder Südafrika noch irgendein anderes Land in Not seien Dreckslöcher. Probleme gebe es auch in den USA.

UN-Hochkommissariat: Schockierend und schändlich

Trump hatte laut US-Medienberichten in einem Treffen mit Senatoren am Donnerstag in Bezug auf Einwanderer aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern gefragt, wieso die Menschen aus diesen "Drecksloch-Ländern" (shithole countries) in die USA kämen. Trumps Sprecher dementierten die Berichte nicht.

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte nannte Äußerungen "schockierend und schändlich". Dabei gehe es nicht nur um die vulgäre Sprache, betonte Sprecher Rupert Colville. Vielmehr schüre Trump damit Ausländerfeindlichkeit und grenze ganze Gruppen aus. Wer Länder und Kontinente, deren Bevölkerung nicht weiß sei, pauschal als Dreckslöcher aburteile, handle eindeutig rassistisch.

Der UN-Sprecher erinnerte auch an Trumps mangelnde Abgrenzung von Antisemiten und Rassisten in der Vergangenheit. Der Chef des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Seid Ra'ad al Hussein, hatte Trump wiederholt vorgeworfen, ausländerfeindliche Sprache zu verwenden. Bei der UN-Vollversammlung im September hatte Trump in seiner Rede erklärt, einige Länder befänden sich "auf dem Weg zur Hölle".

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