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UN melden Fortschritte im Kampf gegen Aids

20. November 2017

Die Vereinten Nationen melden weitere Fortschritte im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids.

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Aids ist noch nicht heilbar

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Kapstadt / Genf (epd). Rund 20,9 Millionen HIV-Infizierte könnten sich inzwischen einer lebensverlängernden Therapie unterziehen, teilte das Hilfsprogramm Unaids am Montag in Kapstadt mit. Laut UN-Schätzungen trugen 2016 weltweit 36,7 Millionen Menschen das Aids-Virus in sich, mehr als zwei Drittel davon in Afrika südlich der Sahara.

Noch im Jahr 2000 hätten nur 685.000 Menschen lebensverlängernde Medikamente erhalten, hielt Unaids in einem Bericht anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember fest. Im Jahr 2005 seien es 2,2 Millionen Aids-Kranke gewesen. Exekutivdirektor Michel Sidibé sprach von einer "dramatischen Ausweitung" der Behandlung.

Fast eine Million Kinder noch ohne Therapie

In Südafrika profitieren HIV-Infizierte den Angaben nach vom weltweit größten Behandlungsprogramm. Mehr als vier Millionen Patienten erhielten dort die lebensverlängernden Medikamente. Im Jahr 2000 waren es nur 90 Menschen.

Unaids-Chef Sidibé räumte jedoch ein, dass noch immer Millionen HIV-positive Menschen keinen Zugang zu den sogenannten antiretroviralen Therapien hätten. Darunter seien fast eine Million Kinder.

Laut Unaids infizierten sich 2016 weltweit rund 1,8 Millionen Menschen neu dem HI-Virus. Eine Million Infizierte starben im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Aids.

Rückschläge in Osteuropa und Zentralasien

Sidibé äußerte sich besorgt über Rückschläge in Osteuropa und Zentralasien. Dort sei seit 2010 die Zahl der HIV-Infektionen um 60 Prozent gestiegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion habe um 27 Prozent zugenommen.

Antiretrovirale Medikamente können Aids zwar nicht heilen, aber die Vermehrung der Viren hemmen, der Körper kann wieder mehr Abwehrzellen produzieren. Auf diese Weise können die Medikamente das Leben der Infizierten um Jahre und Jahrzehnte verlängern.

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