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Umfrage: Jugendliche zweifeln an Chancengleichheit im Bildungssystem

28. November 2016

Jugendliche zweifeln einer Umfrage zufolge weiter an der Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem. Dagegen sehen immer mehr Befragte die Schulen gut vorbereitet auf Schüler mit Migrationshintergrund.

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Berlin (epd). Mehr als die Hälfte der 14- bis 21-Jährigen sehen die Chancengleichheit nicht verwirklicht (52 Prozent), wie der Stifterverband, die SOS-Kinderdörfer und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) am Montag in Berlin mitteilten. Diese Einschätzung entspreche in etwa dem Vorjahreswert, teilten die Initiatoren mit. Jüngere Befragte mit geringerem Bildungsgrad äußerten sich weniger skeptisch. So schätzten mehr als zwei Drittel der Haupt- und Realschüler die Bildungschancen aller als gleich ein. Das Forsa-Institut befragte im Auftrag der drei Organisationen 1.001 Jugendliche und junge Erwachsenen zum "Tag der Bildung" am 8. Dezember.

Untersucht wurde auch, welche Faktoren die Bildungschancen der Jugendlichen am meisten beeinflussen. Entscheidend für sie sind vor allem die eigene Motivation (92 Prozent), die Zuwendung und Unterstützung der Eltern (88 Prozent) sowie die Qualität der Schule und Lehrer (87 Prozent). Dass die Herkunft einen großen Einfluss hat, glauben hingegen nur 31 Prozent der Befragten.

Gutes Miteinander

Allein im vergangen Jahr galt es wegen der Flüchtlingskrise rund 300.000 Kinder in deutschen Schulen aufzunehmen - eine große Herausforderung für die Lehrer. Dass das Bildungssystem gut auf diese Situation vorbereitet ist, glauben 37 Prozent der Interviewten. Das sind mehr als noch im Vorjahr (24 Prozent). Auch, wenn der Großteil noch immer nicht von den Integrationsbemühungen der Schulen überzeugt sei, zeige die Steigerung, dass sie eine bessere Integrationsarbeit leisten als ihnen zugetraut wurde.

Schüler glauben deutlich häufiger an die Integrationsfähigkeit des Bildungssystems (43 Prozent) als junge Erwerbstätige (28 Prozent) und Studenten (28 Prozent). In der Gruppe der Haupt- und Realschüler zeigt sich der größte Vertrauenszugewinn: Über die Hälfte hält das deutsche Bildungssystem für gut oder sogar sehr gut vorbereitet (56 Prozent). Das sind 21 Prozentpunkte mehr als in 2015.

Wenig Verbesserungsbedarf scheint es in Bezug auf das Miteinander an den Schulen zu geben. Die überwiegende Mehrheit gab an, gut oder sehr gut mit ihren Mitschülern mit Migrationshintergrund auszukommen (89 Prozent).

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Leser-Kommentare öffnen

Paperback, 28. November 2016, 16:40 Uhr


Kompliment an die Youngster, sehen sie die Migrationschancen, was die Schulen angeht, durchaus sehr realistisch.
In meiner Schule gab es seit Ende der 70iger Jahre einen stetigen Zuwachs von Schüler/innen aus aller Herren Länder. Und obwohl wir eine Schule im sozialen Brennpunkt waren, gab es ein nahezu reibungsloses Miteinander der verschiedenen Nationen und Kulturen.
Junge Vietnamesen, türkische Mädchen und Jungen, Italiener, Spanier, Portugiesen vertrugen sich in der Regel gut.
Probleme bereiteten mir später dann junge Migranten aus der früheren UdSSR, nachdem durchsickerte, dass ich eine Beziehung zu einem Mann unterhielt, worauf einer meiner Zöglinge mich- an der Tafel stehend - mit einer Stahlkugel beschoss.
Zum Glück zerschlug das Geschoss die Tafel und nicht meinem Kopf.
Der Vorfall beeinträchtigte gleichwohl meine Haltung gegenüber jungen Russland-Deutschen nachhaltig.

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