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Studie: Akademikerjobs bringen 1,25 Millionen Euro mehr als Helferjobs

3. August 2016

Je höher der Berufsabschluss, desto höher das Gehalt: Das stimmt meistens, aber einer neuen Untersuchung zufolge nicht immer.

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Nürnberg (epd). Es gebe Akademikerstellen, die schlechter bezahlt werden als Tätigkeiten auf Fachkraftniveau, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch in Nürnberg mit. Akademiker verdienen der IAB-Studie zufolge im Vollzeitjob auf das ganze Berufsleben gerechnet im Durchschnitt gut 1,25 Millionen Euro mehr als etwa angelernte Hilfskräfte.

Dieses Verdienstgefälle besteht in abgeschwächter Form auch bei Fachkräften, bei denen in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt wird: Sie bringen rund 330.000 Euro mehr ein als Helferjobs. Mitarbeiter mit Meister- oder Technikerabschluss verbuchen ein Verdienstplus von 910.000 Euro gegenüber einfachen Hilfstätigkeiten.

Unterschiede zwischen Berufsgruppen

Auch die absoluten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Auf das gesamte Erwerbsleben gerechnet verdienen Beschäftigte in Helferjobs gut 1,1 Millionen Euro brutto, in Jobs auf Fachkraftniveau knapp 1,5 Millionen Euro, auf Meister- oder Technikerniveau rund 2,0 Millionen Euro und in Akademikerjobs fast 2,4 Millionen Euro.

Je nach Berufsgruppe unterscheiden sich die Einkommen aber deutlich, wie das zur Bundesagentur für Arbeit (BA) gehörende IAB betont. Bei Akademikerstellen in medizinischen Gesundheitsberufen beträgt der Gesamtbruttoverdienst im Durchschnitt mehr als 2,8 Millionen Euro, in Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen dagegen weniger als 1,5 Millionen Euro. Fachkräftestellen in Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufen sind mit fast 2,2 Millionen deutlich höher bezahlt.

Ein Studium garantiert aber nicht immer ein höheres Entgelt: In bestimmten Berufen, beispielsweise in der IT-Branche, können Fachkräfte höhere Bruttoeinkommen erreichen als Kollegen mit Universitätsabschluss.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 3. August 2016, 12:21 Uhr


Ein Ingenieur in leitender Stellung mit viel Verantwortung bekommt ein festes Gehalt. Ein Facharbeiter auch. Das Gehalt des Ingenieurs ist deutlich höher als das des Facharbeiters. ABER: Der Facharbeiter arbeitet seine 7 Stunden am Tag und geht dann nach Hause. Wenn er mal länger arbeitet, bekommt er die Überstunden vergütet, samstags sogar noch einen Zuschlag (möglicherweise ist das heute noch etwas anders, aber vor paar Jahren war es noch so).
Vom leitenden Ingenieur wird erwartet, daß er mehr arbeitet als 7 Stunden, und daß er am Samstag kommt, auch mal sonntags, wenn was ist. Da gibts keine Überstunden, weder abzufeiern noch gar ausbezahlt. Der Ingenieur kommt morgens um 7 und geht, wenn er Glück hat, um 19.00 Uhr nach Hause. Jahrelang. Dazu kommen vielleicht noch Dienstreisen, für die es paar mickrige Spesen gibt.
Wenn man mal spaßeshalber die Stunden zusammen rechnet, dann hat der Facharbeiter deutlich mehr verdient - pro Stunde.
Der Facharbeiter bekommt dann irgendwann seine Rente, der Ingenieur den Burnout.
Genauso habe ich es in der Familie erlebt.
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Pirol, 3. August 2016, 13:23 Uhr


Exakt meine Erfahrung. Verantwortung, selbstverständliche "Flexibilität" (= Überstunden, die dazugehören und damit nicht bezahlt werden; abfeiern: Wie denn?), Erreichbarkeit (zur Not) auch im Urlaub. Ich hab\'s gerne gemacht, aber irgendwie war ich im roten Bereich.
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Schallblech, 3. August 2016, 15:05 Uhr


Ach ja, die Erreichbarkeit und anschließende Dienstfahrten vom Urlaubsort aus, das hatte ich vergessen.
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