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Innenraum und Kuppel in der Hagia Sophia (Sophienkirche) in Istanbul.
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Streit über Koranverse zum Ramadan in Hagia Sophia

7. Juni 2016

Metropolit Augoustinos von Deutschland hat die vorübergehende Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in einen muslimischen Gebetsraum im Fastenmonat Ramadan kritisiert.

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Innenraum und Kuppel in der Hagia Sophia (Sophienkirche) in Istanbul.

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"Respektlos"

Dies sei auch keine gute Nachricht für das Miteinander von Christen und Muslimen, fügte Metropolit Augoustinos hinzu: "Denn die Hagia Sophia gehört meines Erachtens allen Religionen und allen Menschen guten Willens, die für eine Überwindung des religiösen Fanatismus wirken."

Tägliche Lesungen aus dem Koran in der Hagia Sophia in Istanbul im Ramadan hatten bei Christen Empörung ausgelöst. Die Rezitationen werden vom türkischen Fernsehsender TRT Diyanet nach eigenen Angaben am frühen Morgen um zwei Uhr Ortszeit ausgestrahlt.

Auf die Hagia Sophia erheben Christen wie Muslime gleichermaßen Anspruch. Das griechische Außenministerium kritisierte die türkischen Behörden mit scharfen Worten und bezeichnete die zum Ramadan-Beginn am Montag gestarteten islamischen Gebete in dem Weltkulturerbe als respektlos.

Die Hagia Sophia wurde als "Kirche der göttlichen Weisheit" im Jahr 537 geweiht und war fast ein Jahrtausend lang die christliche Hauptkirche Konstantinopels. Als die Türken 1453 die Stadt eroberten, wurde sie zur Moschee umfunktioniert. In den 1930er Jahren wandelte der türkische Staatsgründer Kemal Atatürk sie in ein Museum um.

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