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Der Philosoph Peter Sloterdijk
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Sloterdijk: Furcht vor Terror ist «überwiegend hausgemacht»

26. Juni 2017

Der Philosoph Peter Sloterdijk hält Furcht vor Terrorismus für übertrieben.

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Der Philosoph Peter Sloterdijk

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Berlin (epd). Im Jahr 2015 seien genau 925.200 Menschen in Deutschland gestorben, schon die Zahl der Badeunfälle übersteige die Zahl der Terroropfer um das Zehnfache, sagte Sloterdijk, der am Montag 70 Jahre alt wurde, der "Bild"-Zeitung (Montag). Terror sei eine "überwiegend hausgemachte Angelegenheit", argumentierte der Philosoph. Das Mediensystem, vergrößere "jeden kleinen Anschlag im Maßstab 1 zu einer Million und erzeugt deswegen eine allgemeine Verunsicherung".

Indes erfülle das "Sich-bedroht-zu-Denken" viele Menschen mit einer narzisstischen Genugtuung. Material für den kollektiven Narzissmus liefere das Mediensystem, sagte Sloterdijk. Statistisch gesehen indes bräuchte sich eine einzelne Person vor Terror nicht zu fürchten.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 26. Juni 2017, 9:39 Uhr


Das ist ähnlich irrational wie die Angst vorm Fliegen. Nach der Statistik sterben viel mehr Menschen im Straßenverkehr und bei häuslichen Unfällen. Trotzdem setzen sich die meisten Menschen bedenkenlos ins Auto oder treten beim Fensterputzen auf das äußere Fensterbrett, wollen aber nicht fliegen.

Bei den Anschlägen in England und Frankreich waren die Täter übrigens weder Flüchtlinge noch auf welchem Wege auch immer eingereiste Terroristen, sondern Menschen, die im Land geboren und aufgewachsen sind.
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Atlantica, 26. Juni 2017, 9:58 Uhr


Ich protestiere! Islamismus ist derart bedrohlich. dass der Verweis auf die Statistik als kleingeistig erscheint!!
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Paperback, 26. Juni 2017, 10:05 Uhr


Danke, Atlantica. Zudem redet der Herr Philosoph Unsinn. Angesichts der Opfer des Islamismus verhöhnt er zudem die Menschen, die ihm zum Opfer fielen.
Niemand käme etwa auf die Idee, die Zahl der Verkehrstoten mit dem Hinweis auf die Sterberate insgesamt zu relativieren.
Ich kann mich des wiederholt geäußerten Eindrucks nicht erwehren, dass wir gerade einer gezielten öffentlichen Manipulation ausgesetzt sind, um uns zu beruhigen, ja bewusst zu täuschen.
Der Herr Philosoph ist nur einer von denen, die sich daran beteiligen.
Ich bin gegenüber Verschwörungstheorien mehr als skeptisch, aber mit solchen Gedanken begegnet man ihnen nicht, sondern leistet ihnen Vorschub.
Ja, der Islamismus ist gefährlich und er bedroht uns und diskreditiert den Islam insgesamt.
Da helfen auch die wiederholten Bekundungen von namhaften Muslimen nichts, der Islam sei im Kern eine Religion des Friedens.

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Atlantica, 26. Juni 2017, 10:35 Uhr


Danke ebenfalls, Paperback. Genau wie bei der RAF seinerzeit gibt es beim Islamismus eine riesige Sympathisanten-Szene. Wertvoll der Hinweis auf den Islam und seine Diskreditierung. Sloterdijk mag ein kluger Kopf sein, doch Vertrauen verspüre ich nicht.

Recht gebe ich Sloterdijk hinsichtlich der nuechternen Erkenntnis, dass es sehr unwahrscheinlich ist, ein Todesopfer zu werden. Jedoch geht davon nicht die alleinige Gefahr aus: der Terror bedroht die Freiheit der Menschen! So war es bei der RAF auch - man wurde in Denkschablonen gepresst, bis hin zur bewussten Stoerung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
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Alwite, 26. Juni 2017, 10:49 Uhr


Kollektive Gewalt, legitimiert stets ein Glaube, z.Zt. ist es zufällig der Islam. Peter Sloterdijk hat in allem recht. Sorge bereitet vielmehr die kriegstreibende Waffenlobby, die sich nach einer weltweiten Abrüstungsphase, Dank Herrn Trump, zu einer noch brutaleren Vernichtungsmaschinerie aufzurüsten, anschickt.

Atlantica, 26. Juni 2017, 10:57 Uhr


Nein. Widerspruch. Das Gebot "Du sollst nicht toeten" gilt absolut. Es ist eine verblendete Auffassung, die Terror in Widerstand ummuenzt, wenn nicht rechtfertigt, so doch in gewisser Weise entschuldigt.

Alwite, 26. Juni 2017, 11:18 Uhr


Missverständnis. Richtig ist, du sollst nicht töten, gilt absolut. Nur Islam = gleich Gewalt, unterscheidet Gewalt nicht.

Atlantica, 26. Juni 2017, 11:41 Uhr


Verstehe ich nicht. Fuer mich ist die Aussage, die Hauptgefahr gehe von der internationalen Waffenlobby aus, gleichbedeutend mit einer Relativierung der Terrorgefahr. Ich unterstelle dir selbstverständlich keine schlechte Absicht, Alwite.

Paperback, 26. Juni 2017, 11:53 Uhr


Alwite,

ich lese:
"Kollektive Gewalt, legitimiert stets ein Glaube, z.Zt. ist es zufällig der Islam. Peter Sloterdijk hat in allem recht. Sorge bereitet vielmehr die kriegstreibende Waffenlobby, die sich nach einer weltweiten Abrüstungsphase, Dank Herrn Trump, zu einer noch brutaleren Vernichtungsmaschinerie aufzurüsten, anschickt."
Nein, und abermals nein! Es ist nicht - wie Du schreibst, "zufällig" der Islam.
Die islamistische Version des Islam ist gar nicht friedensfähig, ist doch der Kampf gegen die Ungläubigen sein erklärtes Ziel. Der in dieser Schlacht gefallene Krieger rückt nach dieser Vorstellung zugleich ins Paradies ein.
In der Tat: Ich unterscheide bei Gewalt nicht. Zielt jemand auf Menschen, ist es unerheblich, warum er dies tut, Der Mensch ist tot. Das ist Mord, und da verbietet sich jede Entschuldigung.
"Du sollst nicht töten!" - Das ist nicht verhandelbar. Als Kain Abel tötete, war das nicht anders, wie es auch während der Kreuzzüge keine Rechtfertigung für das Morden gab.
Besonders erschreckend und empörend finde ich die Relativierung, die kaum mehr schleichende Gewöhnung, bis hin zur Rechtfertigung von Terror und Tod.
Das ist die Sprache des Antichristen. Das fängt an damit, dass Kinder im Mutterleib getötet werden, weil sie der Selbstverwirklichung der Mutter im Wege stehen. Das setzt sich fort damit, wir hatten auch diese Diskussion, dass Sterbehilfe dem Schwerkranken als Erlösung angedient wird.
Wir weichen auf, wir relativieren und geben die heiligsten Prinzipien auf.
Für mich ist das der religiöse und ethische Super-Gau schlechthin.
So wird Religion gefällig und in ihrem Kern entwertet. Mich packt inzwischen mehr als einmal die Angst und das vor Menschen und Systemen bei denen ich mich mal zu Hause und in denen ich mich geborgen fühlte.
Das ist nur sehr schwer zu ertragen.
Dennoch finde ich es hilfreich, dass diese Debatte geführt wird, weiß man doch, wer wo und für was steht. Das schafft Klarheit.
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Atlantica, 26. Juni 2017, 14:20 Uhr


Paperback, ich würde mich nicht an dem Begriff "zufällig" festbeißen. Alwite meint, dass die Ursache des Terrors nicht im Islam selbst liegt. Darüber muss man nachdenken. - Dein Hinweis auf Abtreibung und Sterbehilfe. Ich sehe hier Tötung, aber keinen Mord. Aber richtig ist, dass die Gesellschaft unsensibel wird gegenüber diesen Formen der Tötung. In der Zeit bis zur Stunde Null galt wohl allgemein eine andere Ethik im Blick auf das Töten im Krieg, doch schon 1924 formulierte Käthe Kollwitz "Nie wieder Krieg".

Im Blick auf das Töten gab es also in der Vergangenheit verschiedene konsensuelle Rechtfertigungs-Möglichkeiten. Das biblisch Gebot als absolut zu bezeichnen, wie ich es tue, ist im Grunde genommen gewagt.

Wenn man wüsste, welcher Zusammenhang zwischen Ethik, Religion und Gewalt besteht, könnte man das Problem schon eher lösen. Es gibt ja gerade im akademischen Bereich viele Leute, die Religion deswegen ablehnen, weil sie vermeintlich Gewalt hervorruft. Das sind aber schwierige Begrifflichkeiten. Was ist denn Religion überhaupt? Aber immer wurden Kriege im Namen Gottes geführt. Heute aber sind Religionen friedlich und humanistisch.
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Paperback, 26. Juni 2017, 10:50 Uhr


Atlantica,

für mich gibt es da inzwischen eine ganze Galerie gefälliger, liebedienender Schwätzer, die solange schwadronieren, bis man ihnen dann selbst an die Gurgel geht.
Könnten sie dann noch reden, würden wir sie wahrscheinlich klagen hören, sie hätten sich doch so um Verstehen bemüht.
Würde der amerikanische Präsident, der Ungar Orban solche Kommentare lesen, sie würden sich in Gänze bestätigt fühlen.

Paperback

Atlantica, 26. Juni 2017, 14:35 Uhr


Lange Zeit war ich ein Anhänger der 68er, bis ich erkennen musste, dass der Weg dann letztendlich in die Gewalt führte. Die Frage ist für mich, inwieweit der Kirchenkampf hier mitverantwortlich war.
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Schallblech, 26. Juni 2017, 11:58 Uhr


*Das Mediensystem, vergrößere "jeden kleinen Anschlag im Maßstab 1 zu einer Million und erzeugt deswegen eine allgemeine Verunsicherung".*

Das ist der Punkt, um den es in dem Artikel geht, nicht um Rechtfertigung von Terror und das 5. Gebot.

Atlantica, 26. Juni 2017, 14:07 Uhr


Nicht das - diskussionswürdige - Medien"system" erzeugt die Verunsicherung, sondern Geisteskranke, die glauben, für vielfachen Mord in den Himmel zu kommen. Das hat mit Medien nichts zu tun.
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Paperback, 26. Juni 2017, 13:04 Uhr


Schallblech, ich lese:

"*Das Mediensystem, vergrößere "jeden kleinen Anschlag im Maßstab 1 zu einer Million und erzeugt deswegen eine allgemeine Verunsicherung".*

Das ist der Punkt, um den es in dem Artikel geht, nicht um Rechtfertigung von Terror und das 5. Gebot."

Soll die Konsequenz aus diesem Unbehagen dann lauten, nicht mehr zu berichten, sondern zu verschweigen?
Entschuldige bitte, aber man spürt das Unbehagen. Da haben sich unsere beiden großen Kirchen mit einer Wucht und einem Enthusiasmus ohnegleichen in diese Aufgabe gestürzt, wie sie es sonst kaum tun, und dann geschieht das, womit man nicht gerechnet hat. Und dann spucken ihnen genau jene in die Suppe, denen sie sich so fürsorglich gewidmet haben. Das ist aber auch unangenehm. Viel unangenehmer als seiner Zeit, als unsere hohen Repräsentanten mal ganz nebenbei ihr Kreuz ablegten, um die Andersgläubigen nicht zu provozieren.
Doch, lb. Schallblech, es geht genau darum, dass eine Spur von Terror und Gewalt die Welt überzieht, dass da im Namen einer Religion getötet und gemordet wird.
Wer dazu schweigt, macht sich mitschuldig. Die Nazis profitierten damals zunächst davon, dass sich ihre Gräueltaten nicht so schnell verbreiteten. Heute geht das nicht mehr. Und ich finde das gut.
Vor allem dürfen vordergründige Interessen nicht dafür herhalten, dass man nicht mehr sagen darf, was wahr ist.
Entschuldigung, aber ich empfinde Deinen Beitrag als Nebelkerze.

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Paperback, 26. Juni 2017, 17:19 Uhr


Ich zitiere Atlantica:

"Nicht das - diskussionswürdige - Medien"system" erzeugt die Verunsicherung, sondern Geisteskranke, die glauben, für vielfachen Mord in den Himmel zu kommen. Das hat mit Medien nichts zu tun."

Das ist noch milde formuliert, trifft aber den Kern des Geschehens.

Ich danke Dir für diesen Klartext.

Paperback

Atlantica, 26. Juni 2017, 18:15 Uhr


Ich bin sauer. Paperback, ich danke dir für deine lobenden Worte, deine interessanten Beiträge. Die Diskussion mit Schallblech, Alwite und dir war lehrreich. Trotzdem sträubt sich etwas in mir, dass die Redaktion es für nötig befindet, hier die offensichtlich nicht christlichen Gedanken eines Peter Sloterdijk zur Schau zu stellen. Mit mir nicht.
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Alwite, 26. Juni 2017, 18:14 Uhr


Indes erfülle das "Sich-bedroht-zu-Denken" viele Menschen mit einer narzisstischen Genugtuung. Material für den kollektiven Narzissmus liefere das Mediensystem, sagte Sloterdijk. Statistisch gesehen indes bräuchte sich eine einzelne Person vor Terror nicht zu fürchten.

Mit dieser Beobachtung haben Sie so etwas von recht Herr Philosoph :-)

Atlantica, 26. Juni 2017, 18:33 Uhr


Ich kann nicht verstehen, warum das Geschreibsel eines Peter Sloterdijk für eine CHRISTLICHE (!) Diskussion einen solchen Stellenwert haben soll!!!
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Paperback, 26. Juni 2017, 18:36 Uhr


Du schämst Dich hoffentlich für Deine Zeilen, Alwite.
Unerträglich ist Dein Geschreibsel.

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Atlantica, 26. Juni 2017, 19:27 Uhr


Alwite kann schreiben, was sie will, aber Herr Hoeffchen sollte nicht derartige Beiträge einstellen.

Und das bedeutet jetzt für mich: ich bin draußen.

Paperback, großes Engagement, super. Eventuell Kontakt per email!

Alwite, Schallblech, gute Beiträge, viel Engagement.

Danke.

ATLANTICA

Alwite, 27. Juni 2017, 11:11 Uhr


Danke an die Redaktion!
Peter Sloterdijk stellt kurz und knapp die Funktion des derzeitigen Mediensystemes dar, wie es sich gerade als Anschauungsunterreicht nicht deutlicher zu bestätigen vermag:-)
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Paperback, 28. Juni 2017, 19:28 Uhr


Alwite, Deine Kommentare sind auf eine unglaubliche Art und Weise verharmlosend und verhöhnen die Opfer.
Es ist unglaublich, und ich protestiere dagegen, dass dies in einem sich christlich-kirchlich verstehenden Forum unbeanstandet bleibt.

Paperback
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Alwite, 28. Juni 2017, 20:35 Uhr


Persönliche Ereiferungen unter Kommentierenden, sind kein Grund, die Relation eines Philosophen ein weltweites Thema, das weder auch nur mit einem Wort verunglimpft noch verhöhnt zu lesen ist, nicht anzusprechen.
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Hoeffchen, 29. Juni 2017, 14:11 Uhr


Sehr geehrte Kommentatoren und Kommentatorinnen,
sicher kann man darüber unterschiedlicher Meinung sein, welche Artikel veröffentlicht werden. Darüber kann man diskutieren, auch streiten. Dazu kann hier jeder und jede einen Kommentar abgeben. Es wäre schön, wenn dies geschehen könnte, ohne einander die Ehre der Auseinandersetzung abzusprechen. Die Wucht der Argumentation sollte in den Argumenten liegen, nicht im Ton.
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Atlantica, 29. Juni 2017, 16:33 Uhr


Gut, lieber Herr Hoeffchen, dann bitte ich um Nachsicht, wenn ich mal etwas laut werde. Ich moechte mich mit Sloterdijk nicht auseinandersetzen und verstehe nicht, wie UK so etwas bringen kann.
Ich empfinde es mehr als fragwürdig, geehrter Herr Hoeffchen, wenn Sie eine Diskussion anmahnen. Dieses Forum dient nicht ausschließlich einer sachlich geführten Diskussion. Es ist in seiner Grundstruktur eine Apologie kirchlicher Politik. In gewissen Grenzen war ich bereit, dieses Spiel mitzuspielen. Aber: es gibt Besserwisser und Menschen, die aufgrund ihrer Erfahrung dies oder jenes tatsächlich besser wissen. Und ich weiß aufgrund meiner Lebenserfahrung, dass Blasphemie nicht zur kirchlich geordneten (nicht mittelalterlich-klösterlichen) Diskussion gehört. Ich stehe da ganz auf dem Boden Martin Luthers Gedankenguts. Mit Blasphemie meine ich Filme wie "Das Leben des Brian", die Jesus als Person verspotten. Peter Sloterdijk befindet sich meiner Meinung nach in einer anderen Grauzone. Man spielt nicht mit dem Begriff Gott, finde ich. Ich denke, diese Philosophie ist der Ausbreitung christlichen Gedankengutes nicht förderlich - Ach ja, ich zahle Kirchensteuer - Belehrungen benötige ich für mein Geld nicht. - Vielen Dank für die Möglichkeiten der Diskussion und bitte bedenken Sie einmal, wenn Sie Kirchenleuten wie Margot Käßmann Interviews geben, ob es nicht ratsam wäre, sich wenigstens ab und zu selbst an der Diskussion zu beteiligen oder, wenn Sie Unparteilichkeit wahren wollen und müssen, die Chefetage auf unsere Diskussion hinzuweisen. Was Paperback hier geschrieben hat, ist so hochkarätig, dass es Kirche nicht ignorieren sollte.
Ein Wort noch an Schallblech: Angst ist an sich immer irrational. Hat man Menschen, die einen unterstützen und lieben, im besten Fall, muss man sich nicht fürchten. Dennoch geht es nicht an, die Angst der Menschen einfach als dumm abzutun.

FG Atlantica
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Paperback, 30. Juni 2017, 10:42 Uhr


Vielen Dank, Atlantica.

Was mich zu meiner, zugebener Weise auch heftigen Reaktion veranlasste, war die Relativierung, ich spreche vom Kleinreden der Opferzahlen des islamischen Fundamentalismus durch den Philosophen.
Inzwischen hat der islamische Terrorismus eine Blutspur über die halbe Welt gezogen. Nicht Islam-Kritiker diskreditieren damit diese Bewegung, die als religiös begründet, ich mich weigere anzuerkennen.
Da verbietet sich jegliche Relativierung.
Die aber hat Hr. Sloterdijk vorgenommen. Dagegen richtet sich mein Protest, dem gilt meine Empörung, die noch dadurch gesteigert wird, dass sie in einem kirchlichen Presseorgan geschieht.
Im Hinblick auf die Opfer, jedes einzelne Opfer zudem, ist sie Ausdruck großer Empathie-Losigkeit.
Was die Haltung christlicher Repräsentanten, der Repräsentanten unserer Kirche angeht, fehlt nach meiner Beurteilung die Distanz zu den islamistischen Auswüchsen.
Nicht die Kritik am Islam ist das Problem, sondern die indifferente Haltung des Islam gegenüber dem Gewaltproblem.

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Schallblech, 30. Juni 2017, 11:18 Uhr


Atlantica, ich habe nichts und niemanden als "dumm" bezeichnet. Bitte lieber zitieren als interpretieren!
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Atlantica, 30. Juni 2017, 11:52 Uhr


Ich dachte immer, irrational und dumm seien Synonyme!!
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Alwite, 30. Juni 2017, 12:02 Uhr


DAS GANZE:
Kleiner denkt Sloterdijk nie.
„Die Philosophen haben den Gesellschaften nur verschieden geschmeichelt“, heißt es entsprechend in seiner Schrift „Die Verachtung der Massen“ (2000), es komme aber darauf an, „sie zu provozieren“. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27857992

Ups - das ist angekommen. Allein wie und womit Kommentierende argumentieren, kann man der Redaktion nun wirklich nicht als unchristlich ankreiden:-) Das Angebot aktueller Themen ist immer so gut sortiert, dass der Leser sich in allen Richtungen informiert weiß.



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Atlantica, 30. Juni 2017, 13:15 Uhr


Schallblech, ich hoffe, du weißt, dass ich dich sehr schätze. Im Übrigen fühle ich mich unheimlich befreit, hier endlich auszusteigen. Macht es gut!
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Paperback, 30. Juni 2017, 13:40 Uhr


Atlantica, ich bedaure Deinen Ausstieg zutiefst. Zugleich belegt diese Debatte sehr exemplarisch, wie Ausgrenzung in Kirche und Gemeinde funktioniert.
Eine feine, kleine selbsternannte Elite oder solch ich besser sagen "frömmelnde Schickeria" gebraucht bei allem Friedensgetöne immer ihre Ellenbogen.
Hauptsache, sie sind am Drücker.

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Schallblech, 30. Juni 2017, 15:11 Uhr


Synonyme für irrational bei Woxikon:
1. Bedeutung: vernunftwidrig
affektiv, emotional, emotionell, gefühlsbetont, unberechenbar, irrational

2. Bedeutung: gefühlvoll
emotional, romantisch, sentimental, ausdrucksvoll, empfindsam, irrational, weich, zart, zartbesaitet, gefühlsbetont

Nur der Vollständigkeit halber. Ist ok Atlantica, die Wertschätzung ist gegenseitig :)
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Alwite, 9. Juli 2017, 13:59 Uhr


Was Sloterdijk mit dem Hinweis auf die Verhältnismäßigkeit des Terrors in der Welt auszudrücken versucht, bestätigen die vom Islam weit entfernt motivierten Ausschreitungen in Hamburg.
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