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Papst Franziskus trifft in Chile Diktatur-Opfer

12. Januar 2018

Papst Franziskus wird auf seiner sechsten Lateinamerikareise nach Chile und Peru auch Opfer der chilenischen Militärdiktatur treffen.

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Quito (epd). Zwei Angehörige von Diktatur-Opfern wollten Franziskus bei einem kurzen Treffen am Donnerstag in der Stadt Iquique im Norden Chiles einen Brief überreichen, berichtete die Zeitung "La Tercera" am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf den Vatikan. Während der Diktatur unter General Augusto Pinochet (1973-1990) wurden in Chile rund 40.000 Menschen illegal inhaftiert und systematisch gefoltert, mehr als 3.000 wurden getötet.

Franziskus wird am Montagabend in Chile eintreffen. Im Mittelpunkt seiner einwöchigen Reise stehen die Ureinwohner. Nach der Heiligen Messe in Temuco im Süden Chiles ist am Mittwochmittag ein Mittagessen mit Vertretern der Mapuche-Indianer geplant. Das Volk kämpft seit Jahrzehnten für eine verfassungsrechtliche Anerkennung seiner Kultur und die Rückgabe der im 19. Jahrhundert enteigneten Territorien. In der Region Araucanía kommt es immer wieder zu Brandanschlägen, die radikalen Mapuche-Gruppen zugeschrieben werden. Auch in der Amazonasregion Madre de Dios (Peru) wird Franziskus mit Ureinwohnern zusammenkommen.

Keine Begegnung mit Missbrauchsopfern

Ein Treffen mit Missbrauchsopfern ist laut Vatikansprecher Greg Burke nicht vorgesehen, was in Chile mit Enttäuschung quittiert wurde. Eine Laiengruppe kündigte Proteste während des Papstbesuchs an. Bis heute sorgt der Skandal um einen katholischen Priester, der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt und 2011 auf Lebenszeit suspendiert wurde, in Chile für Aufsehen.

In Peru erwarten den Papst vor allem politische Spannungen. Das Land ist nach der Begnadigung von Ex-Präsident Alberto Fujimori (79) tief gespalten. Der autoritäre frühere Machthaber war 2009 wegen Menschenrechtsverbrechen und Korruption zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Am Donnerstagabend demonstrierten wieder Tausende Menschen gegen seine Freilassung. In der Hauptstadt Lima kam es vereinzelt zu Ausschreitungen. Der amtierende Präsident Pedro Pablo Kuczynski hatte humanitäre Gründe für die Begnadigung Fujimoris angeführt.

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