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Neues Informationsportal zur Kirchenmusik in Deutschland

8. Februar 2017

Mit dem neuen Internetportal "Kirchenmusik - Musik in Religionen" will der Deutsche Musikrat über die aktuelle Situation des kirchenmusikalischen Lebens informieren.

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Päpstlicher Chor singt in Dresdner Frauenkirche

Bonn (epd). "Kirchenmusik ist nicht nur Teil der kirchlichen Verkündigung, sie prägt darüber hinaus in hohem Maße unsere Bildungs- und Kulturlandschaft", erklärte der Präsident des Musiker-Dachverbands, Martin Maria Krüger, am Mittwoch in Bonn. Dieser Bedeutung trage das neue Angebot Rechnung. Dabei sollten die Musik und Musikpraxis nicht nur der beiden großen Kirchen, sondern der großen in Deutschland vertretenen Religionen in ihrer gesamten Bandbreite abgebildet werden.

900.000 Laienmusiker in den Kirchen

In den beiden großen Kirchen gibt es nach Angaben des Musikrats derzeit rund 900.000 Laienmusiker. Zudem sind mehr als 3.300 hauptamtliche Kantoren in den Gemeinden aktiv (1.900 in der evangelischen und 1.400 in der katholischen Kirche); etwa neunmal so viele erfüllen Kantoren-Aufgaben neben- oder ehrenamtlich. Rund 36.000 Menschen singen in Kirchenchören, 15.000 spielen in Instrumentalensembles mit. Auch in jüdischen Gemeinden gebe es ein reges Musikleben, hieß es.

Musik der Religionen

Das Interesse an der Musik anderer Religionen steige, sagte Stephan Schulmeistrat vom Deutschen Musikinformationszentrum des Verbands. Dies sei etwa an Festival-Programmen ablesbar. Das Informationsportal wolle daher auch die Musik anderer Glaubensgemeinschaften beleuchten, etwa der orthodoxen Kirchen, des Judentums und des Islams.

Internet: http://themen.miz.org/kirchenmusik

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 9. Februar 2017, 10:43 Uhr


Die Seite ist wirklich gut gemacht, und, wenn man will, sehr umfangreich. Zu jeder Unterseite gibt es eine Zusammenfassung, die manchem vielleicht schon ausreicht. Wer mehr will, klickt an und findet sehr ausführliche Texte. Großes Lob!
Hier im Artikel fehlt der Link: http://themen.miz.org/kirchenmusik

Kühlert, 10. Februar 2017, 11:47 Uhr


Danke für den Hinweis, den Link haben wir im Artikel ergänzt. Liebe Grüße aus der Online Redaktion
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Atlantica, 9. Februar 2017, 22:04 Uhr


Ich wusste gar nicht, dass es so ein Musik-Informations-Zentrum der Bundesregierung gibt. Tolle Arbeit machen die. 900.000 Laien-Musiker in D, erstaunlich viel! Immerhin erstaunlich, dass es in einer Zeit, die mit Gott und Kirche nicht mehr viel im Sinn hat, so viel Interesse für Kirchenmusik gibt. Das macht mir Hoffnung.

Schallblech, 10. Februar 2017, 10:14 Uhr


Ja, es gibt viele Menschen, die erstmal nur wegen des Singens oder Musizierens kommen. Manche entdecken dabei auch Glauben und Kirche wieder neu für sich. Das kommt garnicht so selten vor.
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