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Kulturrat will Reformationstag als dauerhaften Feiertag

28. September 2017

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hält den 31. Oktober für so wichtig, dass dieser künftig in jedem Jahr in allen Bundesländern Feiertag sein sollte.

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Olaf Zimmermann ist Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats.

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Berlin (epd). Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat sich dafür ausgesprochen, den Reformationstag dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Er halte den Tag in seiner Bedeutung für so wichtig, dass er in allen Bundesländern Feiertag sein sollte, sagte Zimmermann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums ist der Reformationstag am 31. Oktober in diesem Jahr erstmals bundesweit ein arbeitsfreier Feiertag.

Thesenanschlag vor 500 Jahren

Am 31. Oktober 1517 schlug der Überlieferung zufolge Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen für Reformen in der Kirche an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Seine Kritik an der römischen Kirche löste die weltweite Reformation aus, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. Der Reformationstag ist dauerhaft heute nur in den ostdeutschen Bundesländern ohne Berlin ein gesetzlicher Feiertag.

Zimmermann sagte, er sei dafür, einen Tag dazu zu gewinnen, "der jedes Jahr zur öffentlichen Debatte über die Reformation anregt". Indirekt forderte er die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu auf, sich dafür einzusetzen. Die Festlegung von Feiertagen ist Ländersache.

"Es gibt fast nichts Langweiligeres als Staatsakte"

Den 500. Jahrestag des Thesenanschlags will die EKD in diesem Jahr in Wittenberg mit einem Gottesdienst feiern. Geplant ist außerdem ein staatlicher Festakt, der die Bedeutung der historischen Ereignisse für die heutigen Ereignisse unterstreichen soll.

Zimmermann sagte, er wisse noch nicht, wie er den Feiertag begehen werde. "Es gibt fast nichts Langweiligeres als Staatsakte für Menschen wie mich." Er finde es legitim, wenn sich die Menschen einfach nur eines freien Tages erfreuten. Niemand sei gezwungen, an diesem Tag in eine Kirche zu gehen. Er ergänzte aber: "Es wäre schön, wenn die Menschen wüssten, warum sie diesen Feiertag in diesem Jahr haben."

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Leser-Kommentare öffnen

Alwite, 28. September 2017, 8:39 Uhr


Wenn ich beobachte, wie selbstverständlich bei so vielen "Kirchenabtrünnigen" verbunden mit den derzeitigen Veranstaltungen und Festen, der Name Luther ausgesprochen wird und mit welch nachhaltiger, ernster Freude man an den Festivitäten teilgnimmt, kann ich Herrn Zimmermann nur zustimmen. Welcher Otto Normalverbraucher nimmt schon einen Staatsakt ernst. Wenn ihm, wie es im katholischen Raum üblich, jedoch ein Tag der Muße geschenkt wird, verleiht das Luthers Thesen, eine sichtbare Qualität.
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