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«Kommt und macht mit»

23. Juni 2017

Viele Kindergarten-Generationen können Fredrik Vahles Songs noch als Erwachsene trällern: das "Katzentanz-Lied", den "Cowboy Jim aus Texas" oder "Anne Kaffeekanne".

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Auftritt des Kinderliedermachers Fredrik Vahle.

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Frankfurt a.M. (epd). Er gilt als "Vater des neuen deutschen Kinderlieds": Der Kinder-Liedermacher, Autor und Germanist Fredrik Vahle wird am 24. Juni 75 Jahre alt. Er hat unzählige Kinderhits komponiert, die längst zu Klassikern geworden sind und veröffentlichte Schallplatten, Lieder- und Kinderbücher.

1973 erschien seine erste Kinder-Langspielplatte "Die Rübe" - damals noch zusammen mit Christiane Knauf. Sie wurde ein Riesenerfolg. Viele Kindergarten-Generationen verdanken Fredrik Vahle Ohrwürmer wie das "Katzentanz-Lied", das "Hau-mich-nicht-Lied", den Song "Cowboy Jim aus Texas", "Pitsch, patsch Pinguin" oder "Anne Kaffeekanne". Seine Kompositionen beinhalten Elemente aus Folk und Popmusik, dazu kommen Einflüsse aus der Volksmusik und von Shantys. Die Lieder laden zum Mitmachen, Tanzen oder Spielen ein.

Vahle ist nicht nur Texter, Komponist und Sänger, sondern auch leidenschaftlicher Flötespieler und Gitarrist. Er lebt seit mehreren Jahrzehnten in Lollar bei Gießen.

Vahle verließ 1956 die DDR

Geboren wurde er 1942 in Stendal in der Altmark in Sachsen-Anhalt, 1956 siedelte er mit seinen Eltern aus der DDR nach Hessen über. Er studierte Germanistik und Politik in Frankfurt/Main und in Gießen, promovierte über Soziolinguistik. 1988 habilitierte er mit einer Arbeit über Kindersprache und Kinderlied.

Nach längeren Reisen durch Europa und Mittelamerika in den 1980er Jahren verfasste Vahle auch Kinderbücher, die vom Alltag der Kinder in anderen Ländern erzählen. Dazu gehören "Manuel" oder "Ich erzähle von Pedro".

Seine frühen Songs in den 1970er Jahren griffen Themen auf wie Arbeit und Arbeitslosigkeit, Schule, Erziehung, Sexualität und das Leben von Zuwanderern. Seine neueren Titel beschäftigen sich indessen vor allem mit Freude an Musik, Sprache und Bewegung. Nach wie vor lautet Vahles Motto bei Kinderfesten in großen und kleinen Hallen: "Kommt und macht mit!".

Seine Zuhörer seien immer jünger und heller geworden, sagte der Liedermacher kurz vor seinem 70. Geburtstag der Zeitschrift "Eltern": "Die wissen mehr, kriegen mehr mit heute und sind reaktionsschneller".

Der Ruhestand ist kein Thema

Ruhestand ist nach Angaben seines Büros auch kurz vor dem 75. Geburtstag kein Thema für ihn. Regelmäßig gibt er Kinderkonzerte in ganz Deutschland. Hinzu kommen Workshops für Erwachsene und Erzieher sowie Vorträge und Seminare über "Sprache und Bewegung". Außerdem lehrt er an der Universität Gießen.

Zum 75. Geburtstag erscheint die CD "Der Elefant", die 1981 erstmals veröffentlicht wurde, als limitierte Sonderedition. Zu hören sind "Lieder in unserer und eurer Sprache" - und der Elefant, der in acht verschiedenen Sprachen versucht, auf einem Spinnennetz zu balancieren.

Für seine Verdienste um die Entwicklung des "neuen Kinderliedes" wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Obwohl Vahle nicht verrät, wie er seinen 75. Geburtstag feiern wird, steht wohl fest, dass zu den Gratulanten sicher auch seine Liederhelden gehören werden: "Der Hase Augustin", "Der kleine König", "Das Trampeltier", "Das Hexenmädchen" oder "Das Gespenstermädchen".

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 23. Juni 2017, 11:14 Uhr


Ohja, auf jeder längeren Urlaubsfahrt liefen seine Kassetten im Wechsel mit Benjamin Blümchen (Töröööööö!!!) und die Kinder sangen lauthals mit.
War eigentlich "Papa halt mal an, ich muß mal Pipi" auch von ihm? Möglicherweise war das ne andere Kassette, aber auch ein Hit - und das Pausenzeichen kurz vor der Raststätte.
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Atlantica, 23. Juni 2017, 20:03 Uhr


Kenne ihn nicht, wünsche aber nach Schallblechs begeistertem Schrieb Gottes Segen zum 75 (hoffentlich werde ich auch so alt...;-)).
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