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Jeder Zweite für generelles Burka-Verbot

2. September 2016

Jeder zweite Deutsche ist einer Umfrage zufolge dafür, eine Vollverschleierung muslimischer Frauen in der Öffentlichkeit ganz zu verbieten.

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Vollverschleierte Frau

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Köln (epd). Weitere 36 Prozent sprechen sich für ein partielles Burka-Verbot etwa im Staatsdienst oder in Schulen aus, wie aus einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten ARD-Umfrage hervorgeht. Prinzipiell gegen ein Verbot der Vollverschleierung sind 13 Prozent der Bürger.

Für den "ARD-Deutschlandtrend" wurden am Montag und Dienstag dieser Woche 1.004 Bundesbürger telefonisch befragt.

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Leser-Kommentare öffnen

Paperback, 2. September 2016, 10:08 Uhr


Da befinde ich mich mal bei der Mehrheit, was nicht so häufig vorkommt. Die Vollverschleierung verträgt sich nicht mit einer offenen und freien Gesellschaft.
Wer das nicht akzeptieren kann, hat andere Alternativen und sollte sich bitte sehr ein Land aussuchen, in dem die Vollverschleierung akzeptiert wird.

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Schallblech, 2. September 2016, 10:21 Uhr


Ja, da stimme ich zu.

Es wird ja immer mal argumentiert, daß die betroffenen Frauen dann garnicht mehr rauskommen. Dazu kann ich nur sagen: Ein Mann, der auf Vollverschleierung besteht, wird niemals einkaufen gehen oder die Kinder zum Kindergarten bringen!

Atlantica, 2. September 2016, 10:30 Uhr


Das stimmt. Mir ist nicht ganz klar, wie man die Emanzipation verordnen kann, so, als sei sie eine selbstverständliche demokratische Tugend. Ich befürchte, dass dann eines Tages die Religions-Losigkeit zur allg. Bürger-Pflicht gemacht werden wird.
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Schallblech, 2. September 2016, 11:35 Uhr


Ich denke nicht, daß Emanzipation mit Religion direkt zu tun hat. Indirekt schon: Strenggläubige welcher Religion auch immer tun sich schwerer. Es gibt ja auch z.B. evangelikale Gruppen, bei denen Frauen und Mädchen lange Röcke und lange Haare zu tragen haben, bei einigen auch Kopftücher. Trotzdem sehe ich es als Frage der Persönlichkeit.

Schon in unserer Familiengruppe vor über 30 Jahren gab es einige muslimische Frauen, die kein Kopftuch trugen und sich auch sonst westlich kleideten. Den einzigen Unterschied gab es beim Grillen: Sie brachten sich ihren eigenen Grill mit, damit von dem Schweinefleisch kein Fett auf ihre Grillstücke spritzen konnte, d.h., sie waren durchaus gläubig!
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Atlantica, 2. September 2016, 14:50 Uhr


Hm, Emanzipation laeuft Religion direkt zuwider: DAS ist der entscheidende Zusammenhang. Deshalb ist Vorsicht geboten, Vorsicht im Blick auf die Emanzipation, Vorsicht im Blick auf die Religion!

Schallblech, 2. September 2016, 15:15 Uhr


"Emanzipation laeuft Religion direkt zuwider"
Den Satz verstehe ich nicht, jedenfalls kann ich ihn aus meiner Erfahrung nicht bejahen. Ich kenne gläubige Frauen, die trotzdem emanzipiert und unabhängig sind.
Muß das sog. "Heimchen am Herd" unbedingt auch fromm sein? Oder meinst du vielleicht etwas ganz anderes?

Atlantica, 2. September 2016, 18:58 Uhr


Danke der Nachfrage. Meine Meinung: traditionelle Religion ist immer konservativ, egal ob muslimisch oder christlich. Allerdings bin ich kein Religionswissenschaftler. Ich meine nur, dass das Phänomen, das wir heute in der Ev. Kirche beobachten, nämlich das gleichzeitige Vorhandensein emanzipatorischer und traditionalistischer Tendenzen, ein absolutes Novum darstellt, nach Vorläufer-Modellen Schleiermacherscher liberaler Theologie im 19. Jh. Allerdings kann, muss nicht, diese Umdeutung der Religion von konservativ hin zu progressiv zu einem Mitglieder-Schwund führen, was wir ja zunehmend erleben. Bei den Muslimen sind die gleichzeitig vorhandenen emanzipatorischen, ich nenne sie jetzt einfachhalber mal liberalen, Tendenzen, heute auch vielfach mit traditionalistischen Haltungen verbunden: die von dir erwähnten frommen Muslima OHNE Kopftuch. Ich bin nun kein Prophet, kann mir aber vorstellen, dass die derartige fundamentale Betonung der Emanzipation in der Ev. Kirche eher zu Problemen hinsichtlich der Bewahrung traditioneller Muster führen wird. Insofern sehe ich die Muslime deutlich im Vorteil.
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oberschwester, 2. September 2016, 18:39 Uhr


Die einen tragen Kopftuch oder Burka, die anderen ein Kreuz um den Hals, andere schneiden ihren Neugeborenen was vom kleinen Mann weg - alles im Rahmen der freien Religionsausübung. da sollten wir Christen doch ein wenig von unserer so vor uns hergetragenen Toleranz zeigen
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