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Immer weniger Abgeordnete geben Auskunft über ihren Glauben

15. Dezember 2017

Immer mehr Bundestagsabgeordnete wollen über ihre Religionszugehörigkeit öffentlich keine Angaben machen.

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Berlin (epd). Wie aus der am Freitag in Berlin veröffentlichten Statistik über die Konfessionen der Parlamentarier hervorgeht, gaben 38 Prozent der im September gewählten Mitglieder des aktuellen Bundestags dazu keine Auskunft. Damit sind sie inzwischen die größte Gruppe in dieser Statistik. In der vergangenen Wahlperiode waren es noch 30 Prozent.

Bei den Abgeordneten, die dazu Angaben machen, sind in dieser Legislaturperiode die Katholiken in der Mehrheit. 27 Prozent der Parlamentarier gehören demnach zur römisch-katholischen Kirche. 26 Prozent gehören der evangelischen Kirche an. 7,5 Prozent der Abgeordneten gaben an, konfessionslos zu sein. 0,4 Prozent der Mitglieder des Bundestags bekennen sich zum Islam.

Immer weniger bekennende Christen

Abgeordnete, die keine Auskünfte zu ihrer Religionszugehörigkeit geben, sind insbesondere bei den Grünen (67 Prozent), Linken (59,4 Prozent) und der AfD (56,5 Prozent) stark vertreten. Aber auch bei den Christdemokraten und -sozialen wächst der Anteil derer, die Religionszugehörigkeit als Privatsache ansehen. Gut 14 Prozent von ihnen machten dazu keine Angaben. In der vergangenen Wahlperiode waren es noch knapp sechs Prozent.

Christen, die sich öffentlich zu ihrem Glauben bekennen, gibt es damit immer weniger im Bundestag. Waren es im vorhergehenden Parlament noch rund 65 Prozent, sind es jetzt insgesamt noch gut die Hälfte (53 Prozent). Auch der ohnehin geringe Anteil bekennender Muslime sank von 0,6 Prozent in der vergangenen Wahlperiode. Der Anteil konfessionsloser Politiker von knapp vier Prozent in den Jahren 2013 bis 2017 hat sich dagegen fast verdoppelt.

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Leser-Kommentare öffnen

Alwite, 17. Dezember 2017, 9:10 Uhr


Bei dem Job, den unsere Abgeordneten in ihrer Kontrollfunktion von allem und jedem der Politik wegen, beschimpft und diffamiert zu werden, auf sich nehmen, kann ich gut verstehen, dass sie ihren ganz persönlichen Halt nicht öffentlich als Angriffsfläche zur Verfügung stellen und lieber für sich behalten.
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