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Guatemalas Ex-Präsident Colom wegen Korruptionsverdachts festgenommen

14. Februar 2018

Beim Bau des Nahverkehrssystems Transurbano in Guatemala-Stadt soll betrogen worden sein.

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Guatemala-Stadt/São Paulo (epd). Guatemalas Ex-Präsident Álvaro Colom und fast sein gesamtes Kabinett sind wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Colom und seinen Ministern werden Betrug und Unterschlagung beim Bau des Nahverkehrssystems Transurbano vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag (Ortszeit) laut der Tageszeitung "Prensa Libre" mitteilte. An den Ermittlungen war auch die der UN-Kommission gegen Straflosigkeit (Cicig) beteiligt.

Ex-Finanzminister unter den Verdächtigen

Insgesamt wurden 14 Funktionäre der von 2008 bis 2012 amtierenden Regierung Colom festgenommen. Unter den Verdächtigen ist auch der ehemalige Finanzminister und derzeitige Präsident der Hilfsorganisation Oxfam International, Juan Alberto Fuentes. Oxfam steht derzeit international in der Kritik, weil Mitarbeiter in Haiti und dem Tschad Sexpartys mit Prostituierten gefeiert haben sollen.

Das Bussystem Transurbano wurde 2010 mit insgesamt 109 Routen in der Hauptstadt Guatemala-Stadt in Betrieb genommen. Bei der Vergabe der Lizenzen der Routen für die Dauer von 25 Jahren sei es zu Unregelmäßigkeiten und Betrug gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Durch die UN-Antikorruptionsbehörde Cicig und die Staatsanwaltschaft waren bereits vor drei Jahren weitreichende Korruptionsermittlungen ins Rollen gekommen. Ex-Präsident Otto Pérez Molina (2012-2015) wird vorgeworfen, mehr als drei Millionen US-Dollar Schmiergeld genommen zu haben. Der konservative Politiker trat Anfang September 2015 zurück und ist seitdem in Haft.

Ermittler haben Rückhalt der USA

Im vergangenen Jahr erklärte Präsident Jimmy Morales den Cicig-Chef Iván Velásquez Gómez zur unerwünschten Person und wollte ihn des Landes verweisen. Zuvor hatte die Cicig die Aufhebung der Immunität von Morales verlangt, um Unregelmäßigkeiten bei seiner Wahlkampffinanzierung 2015 untersuchen zu können. Die Ermittlergruppe hat den Rückhalt der USA, die ihre Wirtschaftshilfen vom entschlossenen Kampf gegen die Korruption abhängig machen.

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