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Unmittelbar nach dem Anschlag im Dezember 2016 legten die Menschen Blumen nieder.
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Goldener Riss soll an Berliner Anschlagsopfer erinnern

13. September 2017

Mit einem goldenen Riss auf dem Boden soll ab dem 19. Dezember vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an die zwölf Terroropfer vom Berliner Weihnachtsmarkt erinnert werden.

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Unmittelbar nach dem Anschlag im Dezember 2016 legten die Menschen Blumen nieder.

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Berlin (epd). Am ersten Jahrestag des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz soll ein Mahnmal für die Opfer enthüllt werden. Mit einem goldenen Riss auf dem Boden soll ab dem 19. Dezember am Anschlagsort an die Getöteten erinnert werden, wie die Jury jetzt entschied. Die Namen der Opfer und ihre Herkunftsländer sollen zudem auf der Vorderseite der Stufen der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche verankert werden, wie der Berliner Senat mitteilte.

Entwurf vom Designerbüro Merz Merz

Am 19. Dezember 2016 lenkte der tunesische Terrorist Anis Amri einen Lastwagen vorsätzlich in die Besuchermenge auf dem Weihnachtsmarkt nahe der Gedächtniskirche. Bei dem Anschlag starben zwölf Menschen, mehr als 60 wurden teilweise schwer verletzt.

Das künftige Mahnmal wird nach Senatsangaben die Inschrift tragen: "Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen. In dieser Nacht starben: ..." Dann folgen die Namen und Herkunftsländer der getöteten Anschlagsopfer. Der Entwurf für das Denkmal stammt vom Designerbüro Merz Merz. Für den Gestaltungswettbewerb waren insgesamt sieben Entwürfe von Designern und Architekten eingereicht worden.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) verwies darauf, dass die Anteilnahme und die Betroffenheit über den Terroranschlag national und international nach wie vor groß sei. Immer noch legten Menschen aus aller Welt Blumen nieder oder zündeten Kerzen an, um an die Opfer zu erinnern. "Wir wollen diesem Gedenken dauerhaft einen Ort geben", betonte Müller. Wichtig sei es, ein würdiges Gedenken zu ermöglichen, bei dem die Opfer im Zentrum stehen.

Müller bedankte sich für das breite Engagement für den Gedenkort. Insbesondere dankte er der Stiftung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, "die nicht nur die Fläche zur Verfügung gestellt hat, sondern auch den gesamten Prozess intensiv und mit großer emotionaler Kompetenz begleitet", sagte der Regierende Bürgermeister.

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