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Jeder Zweite besitzt eine Bibel, aber wenige lesen drin

12. Januar 2018

Der Besitz der Heiligen Schrift zieht nach Erkenntnissen von Meinungsforschern nicht deren Lektüre nach sich. Das geht aus einer beim Christlichen Medienkongress präsentierten Umfrage hervor.

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Schwäbisch Gmünd (epd). Knapp jeder Zweite in Deutschland besitzt einer Umfrage zufolge eine Bibel. Wie aus einer vom Meinungsforschungsinstitut Insa beim Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd am Freitag präsentierten Studie hervorgeht, führt der Besitz der Heiligen Schrift aber nicht automatisch zur Lektüre. Nur sechs Prozent der Bevölkerung gäben an, regelmäßig in der Bibel zu lesen. Bei dem am Donnerstag eröffneten Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd beraten Journalisten aus dem kirchlichen Umfeld bis Samstag über aktuelle Branchenthemen und diskutieren über die Bedeutung religiöser Themen in der Öffentlichkeit.

Drei von vier Befragten sagten dem Insa-Institut, sie hielten die Existenz Gottes für möglich. Andererseits besuchten selbst an Weihnachten nur 21 Prozent einen Gottesdienst. Sogar die Mehrheit der Kirchenmitglieder verzichte an den Festtagen auf den Kirchgang.

Reformationsjubiläum als Erfolg gewertet

Lars Harden von der Kommunikationsagentur Aserto schilderte das zurückliegende 500. Reformationsjubiläum unter dem Gesichtspunkt der Medienberichterstattung als Erfolg. Strategisch sei es von den Veranstaltern richtig gewesen, auf Prominenz zu setzen, etwa durch die Einladung des früheren US-Präsidenten Barack Obama zum evangelischen Kirchentag im Mai in Berlin.

Harden kritisierte aber, dass man vor allem die eigenen Zielgruppen und Milieus angesprochen habe. Dass der Protestantismus kein einheitliches Logo fürs Jubiläumsjahr verwendet habe, beweise eine "unfassbare Absenderorientierung". So sei das Verbindende der vielen Veranstaltungen für Außenstehende nicht erkennbar geworden.

Keine Zukunft der Kirche ohne Publizistik

Der Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), Jörg Bollmann, sagte: "Es gibt keine Zukunft der Kirche in einer pluralen Gesellschaft ohne ihre Publizistik." Ohne die evangelische Publizistik lasse sich Religion in einer säkularen Gesellschaft nicht vermitteln.

"Dieses Land benötigt die christliche Religion, auch als Träger der kulturellen Vielfalt", betonte Bollmann. Wie kaum eine andere zivilgesellschaftliche Institution förderten die beiden großen Kirchen "kulturelle Infrastruktur, kulturelles Gedächtnis und kulturelle Bildung in Deutschland". "Wenn wir unsere Kinder und Enkelkinder nicht in eine kulturlose Gesellschaft schicken wollen, müssen wir alles dafür tun, dass sich die Horrorszenarien eines sich glaubens- und religionsleerenden Staatsgebildes nicht realisieren", sagte der GEP-Direktor. Den evangelischen Publizisten komme dabei eine wesentliche Aufgabe zu.

Unabhängigkeit im Glaubensverständnis angelegt

Grundlegend sei die im reformatorischen Glaubensverständnis angelegte Unabhängigkeit der evangelischen Publizistik, die den Ansprüchen an Qualitätsjournalismus entspreche. "Wir sind in der evangelischen Publizistik verpflichtet zu einer unabhängigen Berichterstattung über das kirchliche Leben und die christliche Lebenswirklichkeit sowie zu einer kritischen Begleitung kirchlicher Vorgänge", sagte Bollmann.

Das GEP ist die zentrale Medieneinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihrer Landeskirchen und Werke sowie der evangelischen Freikirchen. Zum GEP gehört unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd).

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 13. Januar 2018, 23:15 Uhr


Mit der Bibel im Haus oder im Schrank ist es ähnlich wie mit dem Führerschein . Wie viele Millionen Bürger haben einen Führerschein und fahren Auto, aber wie viele halten sich an die Verkehrsvorschriften ? Die Publizistik sollte in jeder Kirche gemäß Matthäus 28, Verse 19- 20 zum Auftrag werden, aber in der Art , daß jede Kirchengemeinde nicht nur Blättchen für die Kirchenmitglieder verteilt sondern auch mindestens zwei bis dreimal im Jahr einen Bericht in der Tagespresse veröffentlichen muß. Nicht nur die Kirche muß als Gebäude mitten in der Stadt stehen, sondern die Kirche muß auch in der Presse ihren Verkündigungs -Auftrag nachkommen.
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