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Ex-Fußballstar Weah in Stichwahl um Präsidentschaft in Liberia

13. Oktober 2017

Früher schoss er Tore für Monaco, PSG und den AC Mailand, heute kämpft George Weah um das Präsidentenamt in seiner Heimat.

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Abuja, Monrovia (epd). Im westafrikanischen Liberia zeichnet sich eine Stichwahl um die Präsidentschaft ab. Ex-Fußballstar George Weah lag am Freitag nach Auszählung eines Viertels der Stimmen im ersten Wahlgang mit 44,4 Prozent in Führung. Auf dem zweiten Platz landete der bisherige Vizepräsident Joseph Boakai mit 33,1 Prozent, wie die Wahlkommission mitteilte. Die Stichwahl findet am 7. November statt.

Bereits unmittelbar nach der Wahl am 10. Oktober hatte der 51-jährige Ex-Fußballer Weah in Hochrechnungen in Führung gelegen. Sein früherer Trainer bei AS Monaco, Arsene Wenger, derzeit bei Arsenal London, gratulierte Weah bereits zum Präsidentenamt.

Weah hatte es bereits 2005 in die Stichwahl geschafft. Nun trat er mit Jewel Taylor als Vizekandidatin an, der Ehefrau des in Großbritannien inhaftierten Ex-Diktators Charles Taylor, der wegen Kriegsverbrechen zu 50 Jahren Haft verurteilt wurde. Weahs Nähe zu Taylor weckte Befürchtungen, dass mit ihm Warlords aus dem Bürgerkrieg (1989-2003) zurück an die Macht kommen könnten.

Vizepräsident mit guten Chancen

Vizepräsident Joseph Boakai (72) hat als Vertreter der regierenden Unity Party ebenfalls gute Chancen, das Erbe der beliebten scheidenden Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf anzutreten. Auch die Unterstützung der Frauen für die Sicherung des Friedens schien dem Ökonomen sicher. Die anhaltende Wirtschaftsflaute, verstärkt durch die Ebola-Epidemie von 2014 bis 2016, wird jedoch als Versagen der Regierung wahrgenommen, die zudem in Korruptionsskandale verwickelt ist.

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft und die Afrikanische Union bescheinigten der liberianischen Wahlkommission eine transparente und glaubwürdige Abstimmung. Es habe lediglich vereinzelte Gewalttaten und Probleme wie ein verspätetes Öffnen der Wahllokale gegeben, hieß es. Ein Präsidentschaftskandidat hat jedoch Beschwerde wegen Unregelmäßigkeiten eingereicht.

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