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Evangelische Kirche wehrt sich gegen Vereinnahmung Luthers durch NPD

25. August 2017

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wehrt sich gegen eine Vereinnahmung des Reformators Martin Luther (1483-1546) auf Wahlplakaten der NPD.

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Hannover (epd). "Martin Luthers bekannter Satz 'Hier stehe ich, ich kann nicht anders' von 1521 taugt in keiner Weise für eine Rechtsaußen-Instrumentalisierung", erklärte eine EKD-Sprecherin am Freitag in Hannover auf Anfrage. Anlass ist ein Plakat der rechtsextremen Partei mit dem Konterfei des Reformators und den Sätzen "Ich würde NPD wählen - Ich könnte nicht anders". Die Partei lässt das Plakat dieser Tage nach eigenen Angaben bundesweit anbringen.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 27. August 2017, 21:17 Uhr


Das Vorgehen der NPD im bundesweiten Wahlkampf, ein Lutherzitat einzusetzen und zu behaupten, Luther hätte diese Partei gewählt , ist schon ein dreistes Stück aus dem politischen Tollhaus und muß von der Kirche, von allen Evangelischen Christen, den Lutherrahnern und Lutheriden unterbunden und auf strengste strafrechtlich verfolgt werden.
Die Persönlichkeit Dr. Martin Luther die schon vor über 400 Jahren verstarb, so für einen Wahlkampf ,gerade im Lutherjahr , zu mißbrauchen, darf nicht gedultet werden. Mir wird übel, wenn ich darüber nachdenke, daß überhaupt diese eine bestimmte Partei den verunglimpfenden Mut hat, eine Persönlichkeit der Evangelischen Kirche und der Religionsstiftung, die Millionen von Christen weltweit schätzen, so zu mißbrauchen. Deutschland hat ein bewährtes Grundgesetz sowie ein Strafgesetzbuch mit über 350 §§ , so sollte es strafrechtlich möglich sein diesen Wahlbeleidigungsangiff auf den verstorbenen Herrn Dr. Martin Luther sofort zu untersagen und die Verantwortlichen in die strafrechtlichen Schranken zu verweisen. Nur seitens der Kirche zu schimpfen scheint mir zu untauglich und wegen der verunglimpfenden, beleidigenden Vorgehensweise der Partei zu strafbillig !
Wenn sich die Ev. lutherische Kirche Deutschlands, Lutherverbände und Evangelische Christen zusammentun, könnten folgende Straf -und Gesetzesbestimmungen ins Feld geführt werden:
Artikel 4 des GG, wegen Eingriff in die Glaubensfreiheit , weil nicht nur Dr. Martin Luther als weltweit bekannter und anerkannter Kirchenreformator sondern auch zig Millionen Evangelische Mitbürger die nach seiner Lehre leben , in der Glaubens - und Gewissenfreiheit angegriffen, verletzt und verunglimpft werden.
Artikel 9 des GG, durch die Aussage über Luthers "Wahlverhalten" wird massiv gegen Strafgesetze des StGB, hier im Speziellen die § § 108a Wählertäuschung, § 130 Volks-Verhetzung und § 189 üble Nachrede gegen das Andenken Verstorbener verstoßen, so daß die verfassungsmäßige Ordnung massiv unterlaufen wird, weil Unfriede erzeugt werden soll.

Die Ev. Kirchengemeinden und Christen Deutschlands müssen mit einer einzigartigen Sammelklage diese nicht akzeptable Wahlwerbung und des NPD Wahlaufrufes sofort unterbinden und gleichzeitig eine Schadensersatzklage zur Widergutmachung wegen Rufschädigung gegen die Verantwortlichen einleiten
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Atlantica, 28. August 2017, 20:31 Uhr


Soso, die NPD beruft sich auf Luther. Absurder geht es nicht, oder?

Bei aller Luther- Kritik, ja, in bezug auf die Juden hat er ganz klar versagt, doch sind seine programmatischen Auesserungen zu Bibel, Christus, Gnade, Vertrauen dem Hetz-Programm gegen die Freiheit der NPD geradezu entgegengesetzt. Die Inanspruchnahme Luthers kann ich mir nur so erklaeren: man unterschaetzt ihn kategorisch, sieht ihn aber wegen seiner fehlgeleiteten Aussagen zu den Juden als Vorlaeufer des modernen Nationalismus (der NPD). Das ist falsch. Schon das III. Reich und die DDR versuchten, Luther fuer sich zu vereinnahmen. Jene sind untergegangen, Luther hat ueberlebt.
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