hg
Bild vergrößern
Heiner Koch
Buchtipp

Bernd Becker, Gerd-Matthias Hoeffchen
Was weg ist, ist weg
Kuriose Beerdigungsgeschichten

zur Detailseite

Anzeige

Erzbischof Koch äußert Bedenken zu «Kinderwunsch-Messe»

7. Februar 2017

Der katholische Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, hat Bedenken gegenüber der sogenannten Kinderwunsch-Messe geäußert, die erstmals in Deutschland stattfinden soll.

Bild vergrößern
Heiner Koch

Anzeige

Berlin (epd). "Ich weiß um die Nöte von Paaren, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ein gemeinsames Kind zu bekommen, und ich nehme diese Nöte sehr ernst", sagte Heiner Koch am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Gleichzeitig sei er immer wieder beeindruckt, wie intensiv in der Gesetzgebung um bioethische Standards gerungen wird. "Es ist gut, dass in Deutschland nicht alles erlaubt ist, was medizinisch möglich und andernorts bereits erlaubt ist", betonte Koch.

Die erste deutsche Fachmesse "Kinderwunschtage" ist in der kommenden Woche (18. und 19. Februar) in Berlin geplant. Umstritten ist die Veranstaltung, weil dabei auch Kinderwunschbehandlungen vorgestellt werden, die in Deutschland illegal sind wie etwa Eizellenspenden, Leihmutterschaft oder die Vorauswahl des Geschlechts. Die Messe richtet sich an Menschen, die unter ungewollter Kinderlosigkeit leiden. Zu den Ausstellern gehören zahlreiche ausländische Kliniken.

"Kind bleibt ein Geschenk"

Den Begriff "Kinderwunsch" hält der Berliner Erzbischof in diesem Zusammenhang für "problematisch, weil er nahe legt, wir könnten uns alle unsere Wünsche selbst erfüllen". "Für mich ist und bleibt ein Kind immer auch ein Geschenk", betonte Koch.

Bedenken gegenüber der "Kinderwunsch-Messe" äußerte auch der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg: "Wenn in Deutschland etwas verboten ist, dann kann es nicht sein, dass man dafür Werbung macht", sagte Weinberg der "Berliner Zeitung" (Dienstag). "Bei allem Verständnis und aller Unterstützung bei medizinisch begründeter Kinderlosigkeit, es gibt kein Recht auf Elternschaft, bei dem Dritte instrumentalisiert werden", sagte der CDU-Politiker. Zuvor hatte sich auch der Berliner Landesverband der Frauenärzte ablehnend gegenüber den "Kinderwunschtagen" geäußert.

2

Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 11. Februar 2017, 20:13 Uhr


Über den christlichen Nachrichten-Dienst idea. wurde vor ca.1 Woche die Nachricht verbreitet,daß an einer Uni in den USA erstmalig in einem Versuch in 2000 Reagenzien künstliche Befruchtungen zwischen Schwein-und Menschenzellen stattfanden. Hieraus wuchsen in ca.50 Fällen Mischwesen namens Chimären , die angeblich nach sechs Wochen alle vernichtet wurden. Allein aus einem solchen Versuch , um später irgend welche "Ersatzteile" für Menschen zu erschaffen sieht man zu deutlich, zu was Menschen nach Atombombe, AKW Katastrophen in Tschernobyl, Fukoshima und Gen Schaf Dolly wirklich fähig sind, wenn man sie nur gewähren läßt. Daher ist es gut , daß die Kirche immer noch Mahner hat die auf den Kommerz mit Menschen hinweisen.
Bitte melden Sie sich erst an, um eine Antwort zu verfassen
zum Login

Atlantica, 13. Februar 2017, 7:26 Uhr


Bedenken gegenüber der "Kinderwunsch-Messe" äußerte auch der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg: "Wenn in Deutschland etwas verboten ist, dann kann es nicht sein, dass man dafür Werbung macht", sagte Weinberg der "Berliner Zeitung" (Dienstag).

Es bleibt die Gesetzgebung abzuwarten. Was wird sie zur Reproduktion-Medizin regeln? Ergeben sich neben Gefahren nicht auch Chancen?
Bitte melden Sie sich erst an, um eine Antwort zu verfassen
zum Login
Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Buchtipp
Buchtipp

Bernd Becker, Gerd-Matthias Hoeffchen
Was weg ist, ist weg
Kuriose Beerdigungsgeschichten

zur Detailseite
Buchtipp

Bernd Becker, Gerd-Matthias Hoeffchen
Was weg ist, ist weg
Kuriose Beerdigungsgeschichten

zur Detailseite
Per E-Mail empfehlen