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Weitergegebenes Licht aus Bethlehem: Pfadfinder auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.
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Ein Weihnachtslicht für den Frieden

22. Dezember 2017

Von einer kleinen Flamme zum Lichtermeer: Das Friedenslicht von Bethlehem soll ein Hoffnungszeichen für Frieden und Völkerverständigung sein. Pfadfinder sorgen dafür, dass es rechtzeitig an Heiligabend in ganz Europa leuchtet.

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Weitergegebenes Licht aus Bethlehem: Pfadfinder auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

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Frankfurt a.M. (epd). Es brennt zur Weihnachtszeit in Krankenhäusern und Altenheimen, in Kirchen, Synagogen und Moscheen, beim Papst im Vatikan und im Bundeskanzleramt in Berlin: Das Friedenslicht von Bethlehem. Seit 1996 sorgen die Pfadfinder in Deutschland dafür, dass es in rund 30 Städten an alle verbreitet wird, als Symbol für Frieden und Völkerverständigung.

Jule Lumma, die Bundesvorsitzende der evangelischen Pfadfinder, mag vor allem die regionalen Aussendegottesdienste in den Heimatorten: "Für mich ist der schönste Moment, wenn das Friedenslicht verteilt wird", sagt die Pfadfindern aus dem pfälzischen Lambsheim. Alle Gottesdienstbesucher können dann ihre Kerze am Friedenslicht anzünden.

Licht als Inbegriff der Weihnacht

Für viele sei das Licht aus der Geburtsgrotte Jesu Christi zum Inbegriff der Weihnacht geworden, so beschreibt es der Ring Deutscher Pfadfinderverbände aus Berlin. Die Idee für die ökumenische Friedenslicht-Aktion entstand 1986 im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF) in Linz: Ein Licht aus Bethlehem soll als Friedensbotschafter durch die Länder reisen und die Geburt von Jesus Christus verkünden.

Seither entzündet ein oberösterreichisches Kind alljährlich Ende November ein Licht an der Flamme in der Geburtsgrotte Jesu, im von Israel besetzten palästinensischen Westjordanland. Der zwölfjährige Tobias Flachner aus Hochburg-Ach im Bezirk Braunau am Inn ist in diesem Jahr das "Friedenslichtkind". Per Flugzeug hat er das Licht in einer explosionssicheren Lampe nach Wien und zum Papst nach Rom gebracht. Pfadfinder haben es in Wien abgeholt und per Zug mit in viele europäische Länder genommen. Die Deutsche Bahn gibt dafür eigens ein "Merkblatt Friedenslicht" mit Sicherheitshinweisen heraus: Das Licht muss in einem geschlossenen Behälter transportiert, der Zugführer informiert werden.

"Sich Gedanken über den Frieden machen"

Aus Deutschland sind dieses Jahr 150 Pfadfinder nach Wien gereist. Eine von ihnen war Paula Sitter aus Kusel. Viel sei erreicht, wenn das Licht helfe, dass Frieden "ein Gesprächsthema bleibt und die Menschen sich darüber Gedanken machen", sagt die 16-jährige Schülerin.

In Berlin wurde es am dritten Adventssonntag in der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz entzündet, wo das Friedenslicht ein Jahr nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt ein Zeichen gegen Terror und Gewalt setzen soll. Auch am "Ground Zero" in New York, wo alljährlich den Opfern des islamistischen Terrorangriffs vom 11. September 2001 gedacht wird, brannte schon das Licht aus Bethlehem.

"Auf dem Weg zum Frieden" lautet das Motto der Aktion in diesem Jahr. Natürlich ist das Licht "kein magisches Zeichen, das den Frieden herbeizaubern kann", das ist auch dem Ring deutscher Pfadfinderverbände klar, der rund 220.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vertritt. Das Entzünden und Weitergeben des Lichts erinnere aber die Menschen an die weihnachtliche Botschaft der Liebe und die Pflicht, den Frieden zu verwirklichen. In wenigen Jahren habe es sich "von einer kleinen Flamme zu einem Lichtermeer" ausgeweitet.

Zeichen von Offenheit und Toleranz

"Uns ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen Offenheit und Toleranz gegenüber allen Menschen mitzugeben", sagt die Pressesprecherin des evangelischen Verbandes Christlicher Pfadfinder und Pfadfinderinnen (VCP), Lena Dohmann. Pfadfinden sei eine internationale Friedensbewegung.

Frieden ist auch der Wunsch für das Heilige Land. Nur kurz nachdem "Friedenslichtkind" Tobias das Licht in der Geburtsgrotte entzündet hatte, kündigte US-Präsident Donald Trump an, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen - und löste damit neue Unruhen und Proteste der Palästinenser aus.

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