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Dringende Appelle: Für Hungernde in Afrika und Jemen fehlt Geld

22. März 2017

Blutige Konflikte haben im Südsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen schwere Hungerkrisen verursacht. Doch die Weltgemeinschaft lässt viele Not Leidende dort im Stich.

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Hungersnot im Südsudan

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Genf (epd). Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz haben am Mittwoch in Genf dringende Appelle an die Weltgemeinschaft gesandt: Ohne schnelle finanzielle Hilfe droht mehr als 20 Millionen Menschen in Afrika und im Jemen der Hungertod.

Für die Männer, Frauen und Kinder im Südsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen hätten Geber erst 422 Millionen US-Dollar bereitgestellt, sagte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Jens Laerke, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das sind weniger als zehn Prozent der benötigten Summe von 4,4 Milliarden Dollar. Die Hilfsorganisationen der UN und ihre Partner wie das Rote Kreuz brauchen das Geld bis Ende März, um Lebensmittel, Wasser und Medikamente zu liefern.

Grundlegende Güter verweigert

Im Südsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen litten die Menschen auf unvorstellbare Weise, betonte Dominik Stillhart, der Einsatzleiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Den Männern, Frauen und Kindern würden die grundlegenden Güter zum Überleben verweigert. Stillhart betonte, dass die bewaffneten Konflikte in den vier Ländern die Not der Menschen verursacht hätten. Durch die Kriege liege fruchtbares Land brauch und Krankenhäuser, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen würden zerstört. Die Gewalt zwinge die Menschen zur Flucht.

Das Rote Kreuz und die UN forderten die Konfliktparteien auf, eine politische Lösung für ihre Länder zu finden und damit den Menschen ein Leben frei von Hunger, Not und Gewalt zu ermöglichen. UN-Generalsekretär António Guterres hatte die Weltgemeinschaft vor einem Monat aufgefordert, 4,4 Milliarden US-Dollar bis Ende März zu geben. Es gelte Hungerkatastrophen in den vier Konfliktländern zu verhindern.

Im Südsudan müssen die Helfer etwa 5,8 Millionen Menschen versorgen. Von den dafür benötigten 1,25 Milliarden Dollar sind laut den UN erst 230 Millionen Dollar eingegangen. In Somalia sind laut UN 5,5 Millionen Einwohner auf Hilfe angewiesen: Von den benötigten 720 Millionen Dollar sind bislang erst 60 Millionen Dollar angekommen.

Zu Spenden aufgerufen

Im Jemen müssen die Helfer 8,3 Millionen Menschen zur Seite stehen, dafür veranschlagen sie 1,7 Milliarden Dollar. Auf den Konten der Helfer wurden bislang nur 103 Millionen Dollar für den Jemen überwiesen. Im Nordosten Nigerias brauchen mehr als zwei Millionen Menschen Unterstützung. Für diesen Einsatz veranschlagen die UN rund 735 Millionen Dollar, tatsächlich aber kamen bisher nur 29 Millionen Dollar zusammen.

Auch Hilfsorganisationen in Deutschland rufen zu Spenden auf. Das katholische Erzbistum Freiburg sagte dem Hilfswerk Caritas international eine Million Euro für die Hungerkrise in Ostafrika zu. Damit will die Diözese auch andere Menschen und Institutionen ermutigen, weitere Mittel für Hilfsprojekte zur Verfügung zu stellen. "Es geht um Menschen, die in einer Region wohnen, die von der Weltöffentlichkeit weitestgehend vergessen scheint", erklärte Erzbischof Stephan Burger am Mittwoch.

Im Südsudan und im Jemen toben seit Jahren schwere bewaffnete Konflikte. Der zerfallene Staat Somalia leidet unter anhaltender Gewalt, und im Nordosten Nigerias überzieht die islamistische Terrormiliz Boko Haram die Menschen mit Terror.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 23. März 2017, 12:05 Uhr


Danke für die deutliche Mahnung!
Ich hab den Link sofort an unser Presbyterium geschickt und einen "Rundbeschluß" (also Zustimmung per mail) formuliert. Wir werden ab kommenden Sonntag bis Ostern in der Kirche ein Spendenglas dafür aufhängen und die nächste freie Kollekte, die wir schon festgelegt hatten, dafür ändern.
Im Abkündigungstext werde ich den Aufruf mit einem Fastenvorschlag verbinden: Das Geld, was wir an Fleisch und Genußmitteln sparen, spenden wir für die Hungernden.
Einstimmiges Ja.
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Atlantica, 25. März 2017, 13:48 Uhr


Ja, Sammeln ist ja richtig. Ich träume immer noch von einer Welt, in der alle satt werden, sauberes Wasser haben.

Schönen Sonntag noch.
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