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Flüchtlinge im September 2015 in München
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Mehr als zwei Millionen Zuwanderer kamen 2015 nach Deutschland

14. Dezember 2016

Durch Zuwanderung ist die Bevölkerung Deutschlands 2015 laut aktuellem Migrationsbericht um mehr als eine Million gewachsen - ein Rekord. Mitverantwortlich ist die hohe Zahl Asylsuchender. Aber auch bei anderen Europäern ist Deutschland beliebt.

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Flüchtlinge im September 2015 in München

Berlin (epd). Deutschland hat im vergangenen Jahr die höchste Zahl an Zuwanderern seit Beginn der Aufzeichnung der Daten 1952 verzeichnet. Wie aus dem am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeten Migrationsbericht hervorgeht, wurden 2015 insgesamt 2,14 Millionen Zuzüge registriert - ein Anstieg um 46 Prozent gegenüber dem bereits zuwanderungsstarken 2014. Gleichzeitig zogen 2015 knapp eine Million Menschen aus Deutschland weg, womit ein Zuwanderungsgewinn von rund 1,14 Millionen Menschen bleibt. 2014 lag dieser Saldo bei 550.000 Menschen.

Der starke Anstieg im vergangenen Jahr ist vor allem auf die hohe Zahl Asylsuchender zurückzuführen. Rund 890.000 Flüchtlinge kamen 2015 in die Bundesrepublik. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) würdigte dabei die Anstrengungen von Ländern, Kommunen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und den vielen Helfern bei der Bewältigung der Aufnahme Schutzsuchenender. Jetzt werde daran gearbeitet, "dass sich eine Situation wie im letzten Jahr nicht wiederholt", sagte er.

Bei anderen Europäern beliebt

Deutschland war 2015 aber erneut auch bei anderen Europäern beliebtes Zielland. 45 Prozent der Zuwanderer kamen 2015 aus einem EU-Mitgliedstaat - sechs Prozent davon waren Deutsche. Zusätzliche 13 Prozent waren Bürger eines anderen europäischen Landes. 30 Prozent der Migranten und Asylsuchenden kamen aus asiatischen Ländern, fünf Prozent aus afrikanischen Ländern.

Erstmals war das Bürgerkriegsland Syrien Hauptherkunftsland der Zuwanderer in Deutschland. Gezählt wurden rund 327.000 Zuzüge. Auf dem zweiten Platz folgte Rumänien, auf dem dritten Polen. Der Migrationsbericht gibt jährlich detailliert Auskunft über die Wanderungen von und nach Deutschland. Erstellt wurde der Bericht vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Dem Dokument zufolge wurden 2015 knapp 39.000 Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit erteilt. Das entspricht einem Anstieg von rund vier Prozent. Um fast 30 Prozent ist der Zuzug zu Familienangehörigen gestiegen. Mehr als 82.000 Familiennachzüge wurden im Ausländerzentralregister verzeichnet. Insbesondere der Zuzug von Syrern zu Angehörigen nach Deutschland stieg (knapp 16.000 Zuzüge).

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden den Angaben zufolge 44.000 Visa für den Familiennachzug erteilt. Im ersten Quartal sind demnach 4.289 zu Angehörigen nach Deutschland gekommen.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 14. Dezember 2016, 12:23 Uhr


Rekord bei Zuwanderung?
Loriot hätte jetzt in seinem unnachahmlichen Tonfall gesagt:
ACH WAS?!
:-D
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