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Der Dalai Lama diskutierte in Frankfurt am Main mit Schülern.
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Dalai Lama appelliert an Jugendliche: Baut eine bessere Welt

13. September 2017

"Wir können nicht gleichgültig bleiben, wenn es unseren Nachbarn schlechtgeht", sagt das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten.

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Der Dalai Lama diskutierte in Frankfurt am Main mit Schülern.

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Frankfurt a.M. (epd). Der Dalai Lama hat die "Generation des 21. Jahrhunderts" dazu aufgerufen, eine bessere Welt zu schaffen. "Die Zukunft der Welt liegt in eurer Hand", sagte das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten am Mittwoch in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main. Er diskutierte dort unter dem Motto "Zukunft gemeinsam gestalten" mit rund 1.800 Schülern und Lehrern. Für eine friedlichere und gerechtere Welt brauche es mehr Menschlichkeit, betonte der 82-Jährige.

Anstatt andere Menschen nach ihrer Herkunft, Religion oder ihrem Aussehen zu unterscheiden, sollten sie jeden als ihren Bruder oder Schwester betrachten, empfahl der Dalai Lama den Jugendlichen während der gut zweistündigen Podiumsdiskussion. "Wir können nicht gleichgültig bleiben, wenn es unseren Nachbarn schlechtgeht."

Lob für Angela Merkel

Der Schlüssel zu Veränderung liege bei den Jugendlichen und deren Ausbildung, betonte der Dalai Lama, der noch bis diesen Donnerstag in Frankfurt zu Besuch ist. Das aktuelle Bildungssystem vermittle vor allem Wissen in Form von materiellen Werten. Dies liege auch daran, dass die Bedeutung der Religionen zurückgegangen sei. Er forderte, innere Werte wie Menschlichkeit, Mitgefühl und Liebe in den Lehrplan von Schulen und Kindergärten zu integrieren.

Als Beispiel für Menschlichkeit nannte der Dalai Lama den Umgang der Bundesregierung mit der Flüchtlingskrise. Das Verhalten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihn beeindruckt und motiviert. Er rief alle EU-Staaten dazu auf, Länder wie Syrien oder Afghanistan beim Wiederaufbau zu unterstützen, damit die Flüchtlinge irgendwann zurück in ihre Heimat könnten.

Ursprünglich sollte der Dalai Lama bereits am Dienstag nach Frankfurt kommen und dort das neue Tibethaus eröffnen. Aufgrund von technischen Problemen auf seinem Flug aus Irland nach Deutschland musste er seine Teilnahme bei der Eröffnung kurzfristig absagen. Am Mittwoch startete er das geplante Programm, zu dem neben der Schülerdiskussion ein Vortrag zum Thema "Globale Ethik" gehört. Für Donnerstag sind ein Symposium unter dem Motto "Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Gemeinschaft sowie globale Verantwortung" und ein Benefizkonzert für die Tibethaus Kulturstiftung geplant.

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Leser-Kommentare öffnen

Alwite, 14. September 2017, 9:02 Uhr


"All meine Gedichte waren eigentlich nur ein Ausdruck des Heimwehes nach einer alten Unschuld oder der Sehnsucht nach einer aus dem Geist und der Liebe neugeordneten Welt," sagte Marie Luise Kaschnitz als sie 1955 den Georg- Büchner-Preis entgegen nahm.

LIEBE - von uns Menschen unermüdlich angestrebt, scheint um so unerreichbarer von uns abzurücken.

Sich wie und als der Dalai Lama an die Jugend, die Jugend jeder Generation neu auf der Suche ist, die Welt zu erfinden, zu wenden, kann ihr nicht oft genug geschehen.




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