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Bundesregierung äußert Verständnis für Angriff in Syrien

7. April 2017

Die Bundesregierung hat Verständnis für den Angriff der USA auf eine Luftwaffenbasis der syrischen Armee geäußert.

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Angela Merkel

Berlin (epd). Der wiederholte Einsatz von chemischen Waffen und die Verbrechen des Regimes von Machthaber Baschar al-Assad gegen die eigene Bevölkerung hätten eine Sanktionierung verlangt, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit Frankreichs Präsident Francois Hollande am Freitag nach einem Telefonat der beiden.

"Assad trägt allein Verantwortung"

Assad trage die alleinige Verantwortung für diese Entwicklung, hieß es in der Erklärung weiter. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) nannte den Angriff, bei dem eine Luftwaffenbasis des syrischen Regimes zerstört wurde, "nachvollziehbar". "Es war kaum erträglich mit ansehen zu müssen, dass der Weltsicherheitsrat nicht in der Lage war, klar und eindeutig auf den barbarischen Einsatz chemischer Waffen gegen unschuldige Menschen in Syrien zu reagieren", erklärte Gabriel, der derzeit in Mali ist.

Bei dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz am Dienstag in der Provinz Idlib wurden laut der in London ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 58 Menschen getötet.

"Chemiewaffen-Einsatz muss Konsequenzen haben"

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärte, der Einsatz von Chemiewaffen müsse nicht nur geächtet sein, sondern müsse auch Konsequenzen haben. Bereits 2013 hätten die UN eindeutig festgestellt, dass Assad Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt habe. "Wir dürfen nicht vergessen, dass Assad seit sieben Jahren gegen seine Bevölkerung Krieg führt, dem 400.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und der zwölf Millionen Menschen in die Flucht getrieben hat", sagte die Ministerin.

Die Bundesregierung mahnte zugleich weitere Bemühungen um eine politische Lösung im Syrien-Konflikt an. "Wir müssen jetzt mit aller Kraft die Arbeit der Vereinten Nationen unterstützen, um eine politische Lösung des Bürgerkriegs zu erreichen", sagte Gabriel. Zwar gilt in Syrien seit Dezember 2016 eine Waffenruhe, doch wird das Abkommen regelmäßig verletzt. UN-Vermittler Staffan de Mistura versuchte seit 2014 in mehreren Runden vergeblich, eine politische Einigung zu erzielen. Die jüngsten Syriengespräche der UN endeten Anfang März in Genf.

Auch Kirche in Sorge

Aus der evangelischen Kirche wurde Sorge angesichts der US-Angriffs auf syrische Stellungen laut. Ein solcher Militärschlag entspreche "in keiner Weise den Kriterien einer evangelischen Friedensethik", sagte der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge am Freitag in Berlin. Es sei keine Ultima-Ratio-Entscheidung gewesen. Diese setze voraus, dass ein Einsatz genau überlegt sei und eine realistische Strategie für eine friedliche politische Lösung vor Augen habe. "All dies können wir im Moment nicht erkennen", betonte Dröge.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 7. April 2017, 17:04 Uhr


Für die weltoffenen und Zeitung lesenden westeuropäischen Bürger wäre es auch von großen Interesse in Erfahrung zu bringen welche Meinungen zum Thema Frieden in Syrien, Giftgaseinsatz und der nach Rache riechende aber doch der Ordnung dienende Bombenangriff seitens anderer Religionen vorherrschen, wie bei der russ. orthodoxen Kirche , bekannte muslimische Muftis sowie Imane oder größere musl., religiöse asiatische Zeitungen ? Wer erinnert sich noch, daß auch der bekannte Theologe Dietrich Bonhöeffer auch zu einem ähnlichen Thema einen sehr markanten Ausspruch gebrauchte " letztendlich, einem nicht aufzuhaltenden Täter in die Speichen greifen dürfen ".
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Paperback, 10. April 2017, 11:53 Uhr


Für Terror und Gewalt kennt die Bibel weder Segen, noch Zustimmung. Wer sich dafür entscheidet, muss damit rechnen, dass man ihm Einhalt gebietet. Zu lange schon hat die Weltgemeinschaft appelliert, ohne dass dem eine glaubhafte Reaktion folgte, wenn Friedensappelle ins Leere liefen.
Der Militärschlag war richtig, egal, wer ihn befahl. Gerade wir Deutsche sollten aus der Geschichte gelernt haben, dass es kein Merkmal christlicher Friedensethik sein kann, dem Tyrannen nachzugeben.
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