hg
Bild vergrößern
ZDF in Mainz
Buchtipp

Bernd Becker, Gerd-Matthias Hoeffchen
Was weg ist, ist weg
Kuriose Beerdigungsgeschichten

zur Detailseite

Anzeige

Bellut: Weiterer Personalabbau hätte Konsequenzen für ZDF-Programme

15. Dezember 2017

Das ZDF rechnet für 2018 mit einem Fehlbetrag von 116 Millionen Euro. Die Gesamtaufwendungen liegen bei 2,374 Milliarden Euro, wie aus dem am Freitag vom ZDF-Fernsehrat in Berlin einstimmig genehmigten Haushaltsplan des Senders hervorgeht.

Bild vergrößern
ZDF in Mainz

Anzeige

Berlin (epd). Der Fehlbetrag soll aus Rücklagen kompensiert werden. Ziel sei weiterhin, die aktuelle Rundfunkbeitragsperiode 2017 bis 2020 mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.

ZDF-Intendant Thomas Bellut sagte, bei den Einsparungen im Personalbereich sei das ZDF im Plan. "Mehr geht nicht ohne spürbare Abstriche in der Qualität unserer Programme", betonte er. Das ZDF baut nach eigenen Angaben bereits seit 2012 Personal ab. Bis 2020 sollen rund 560 Vollzeitstellen abgebaut sein. Derzeit beschäftigt der Sender etwa 3.600 feste Mitarbeiter.

Bessere Zusammenarbeit mit ARD

In den vergangenen fünf Jahren habe der Sender seine Struktur erheblich reformiert, sagte Bellut und verwies unter anderem auf die Kooperation der ZDF-Sendungen "Morgenmagazin" und "Mittagsmagazin", die ab April 2018 von einer gemeinsamen Redaktion in Berlin produziert werden. "Auf dem Tisch liegen weitreichende Pläne für eine bessere Zusammenarbeit mit der ARD", betonte Bellut.

Das ZDF will bis 2028 unter anderem durch Kooperationen mit den ARD-Anstalten rund 270 Millionen Euro einsparen. "Ich fühle mich verpflichtet, das versprochene Ergebnis auch zu bringen", sagte Bellut. Hintergrund sind Forderungen der Bundesländer. Sie wollen den Rundfunkbeitrag in den kommenden Jahren stabil halten und die Digitalisierung der öffentlich-rechtlichen Sender vorantreiben. ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten den Ländern im September Konzepte für diese Strukturreformen überreicht. Im Programm wollen die Sender nichts streichen oder kürzen.

Rundfunkbeitrag könnte steigen

Anlass für die Reformbemühungen war eine Modellrechnung der Finanzkommission KEF aus dem Jahr 2016, wonach der Rundfunkbeitrag ab 2021 auf mehr als 19 Euro steigen könnte, wenn die aktuellen Strukturen der Sender erhalten bleiben. Der Rundfunkbeitrag wurde seit 2009 nicht erhöht und liegt derzeit bei 17,50 Euro im Monat.

0

Leser-Kommentare öffnen

Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Buchtipp
Buchtipp

Bernd Becker, Gerd-Matthias Hoeffchen
Was weg ist, ist weg
Kuriose Beerdigungsgeschichten

zur Detailseite
Buchtipp

Bernd Becker, Gerd-Matthias Hoeffchen
Was weg ist, ist weg
Kuriose Beerdigungsgeschichten

zur Detailseite
Per E-Mail empfehlen