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Bedford-Strohm: Debatte um Islam-Feiertag kommt zur falschen Zeit

26. Oktober 2017

"Bereits heute gibt es regionale Möglichkeiten für Muslime, ihre Feiertagskultur zu leben", sagt der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten in der Debatte über weitergehende Feiertagsregelungen für Muslime.

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Bedford-Strohm: "Debatte zur falschen Zeit".

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Berlin (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sieht derzeit keinen Bedarf für eine Ausweitung der Feiertagsregelungen für Muslime. "Ich glaube, das ist eine Debatte zur falschen Zeit. Bereits heute gibt es regionale Möglichkeiten für Muslime, ihre Feiertagskultur zu leben", sagte Bedford-Strohm dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Misstrauen und Emotionen

Gegenwärtig sei die Debatte von viel Misstrauen und Emotionen geprägt. "Dabei spielt auch eine Rolle, dass Islamisten unter Berufung auf den Islam Gewalttaten begehen und Angst verbreiten", sagte der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten. Jetzt sei es dringender denn je, "dass die Religionen als Kräfte des Friedens sichtbar werden". "Und da hat der Islam im Moment die meisten Hausaufgaben", sagte der bayerische Landesbischof in dem epd-Gespräch zum bevorstehenden Reformationstag, an dem die evangelische Kirche den 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Martin Luther (1483-1546) begeht.

Bedford-Strohm nahm Stellung in einer aktuellen Diskussion, die auf Äußerungen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zurückgeht. Dieser hatte am 9. Oktober bei einer Parteiveranstaltung der CDU im niedersächsischen Wolfenbüttel gesagt, man könne über einzelne islamische Feiertage in bestimmten Regionen reden und auf Allerheiligen am 1. November verwiesen. Dieser Tag ist nur in katholisch geprägten Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Grundsätzlich seien die Feiertage in Deutschland aber christlich geprägt, hatte de Maizière betont. Er will seine Äußerung ausdrücklich nicht als Vorschlag für einen islamischen Feiertag verstanden wissen.

Regeln je nach Bundesland

Einzelne Bundesländer, darunter die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, haben in ihren Feiertagsgesetzen festgeschrieben, dass Schüler an wichtigen islamischen Feiertagen vom Unterricht freigestellt werden können und Arbeitnehmern der Besuch eines Gottesdienstes beziehungsweise Gebets ermöglicht werden soll. In Berlin gilt das für das Ramadan- und Opferfest. In Hamburg und Bremen gilt die Regelung auch für den Aschura-Tag.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 26. Oktober 2017, 9:35 Uhr


Volle Zustimmung!

Wie ist das eigentlich mit der Freistellung für Katholiken an Allerheiligen und Fronleichnam, für Protestanten am Reformationstag und Buß- und Bettag in den Bundesländern, in denen die Tage keine Feiertage sind? Kriegen evangelische/katholische Kinder schulfrei, Arbeitnehmer Sonderurlaub?
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Alwite, 26. Oktober 2017, 11:00 Uhr


Meine Zustimmung begründet sich in weiteren Informationen um die Entwicklung unseres Landes.

http://www.migazin.de/2013/09/24/bundestag-abgeordnete-mit-migrationshintergrund/


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Matthäus53, 29. Oktober 2017, 1:32 Uhr


Es ist nicht gut wenn junger Wein in alte Schläuche gefüllt wird , das ist schon ein altes Bibelwort. Aber wenn schon über neue Feiertage für andere Religionsgemeinschaften diskutiert wird, müßte auch das Thema aufgegriffen werden, wie verhält es sich mit unseren lieben Mitbürgern, die schon lange aus der Kirche ausgetreten sind ? Auch diese Bürger profitieren grundsätzlich von christlichen Feiertage , wie z. B. zu Weihnachten, Ostern oder Pfingsten und auch an den anderen kath. Feiertagen. Was würden wohl diese Leute sagen , wenn sie an diesen Feiertagen arbeiten müßten, weil ihnen der Feiertag nicht mehr zusteht und sie ja auch keine Kirchensteuern mehr zahlen ?
Unsere Feiertagskultur und die Regelungen dazu haben sich seit Jahrzehnten gut bewährt, darum sollten doch alle Schaffenden zufrieden sein und nicht unnütze lockere Steinchen am Rande losstoßen !
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