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Außenamts-Sprecher: «Es gibt keine Lügenpresse in Deutschland»

29. September 2017

Martin Schäfer, scheidender Sprecher des Auswärtigen Amtes, hat betont, dass es in Deutschland keine Lügenpresse gebe. Wohl aber kritische Medien, und das sei gut so.

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Berlin (epd). Mit bewegten Worten hat sich der langjährige Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, am Freitag von den Journalisten der Bundespressekonferenz in Berlin verabschiedet. Schäfer sagte, nach mehr als sechseinhalb Jahren in seinem Amt beruhige es ihn, dass die Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland "buchstäblich unantastbar" sei.

"Es gibt keine Lügenpresse in Deutschland", betonte er. Es gebe kritische Medien, "die mir ganz häufig auf den Sack gegangen sind", sagte er. Letztlich machten sie damit aber ihre Arbeit.

Nervige Journalisten

Journalisten hätten ihn mit Fragen gelöchert, Finger in Wunden gelegt "und manchmal auch noch Salz drauf" gestreut. Das habe er manchmal auch als ungerecht empfunden. Er finde aber, "dass das gut so ist".

Schäfer war seit Mai 2011 Pressesprecher des Auswärtigen Amts. Er sprach für die früheren Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) und zuletzt für Außenminister Sigmar Gabriel (SPD). Schäfer wird nun Botschafter in Südafrika.

Die Bundespressekonferenz ist der Verein der Hauptstadtjournalisten. Dreimal in der Woche stehen der Regierungssprecher und die Sprecher der Ministerien dort Journalisten Rede und Antwort. Schäfer hat nach eigenen Worten "500 plus x" dieser Pressekonferenzen als Außenministeriumssprecher bestritten.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 30. September 2017, 12:18 Uhr


Die Aussage zur Pressefreiheit in Deutschland bei der Verabschiedung des Pressesprechers Herrn Schäfer ist richtig und wahr notwendig.
Eine gute Demokratie wie Deutschland die zwar auch schon Kriege aber auch schon eine Reformation und vor knapp 28 Jahren eine friedliche schußfreie Revolution erleben durfte, muß gerade das positive hoch halten und in alle die Länder exportieren wo auf diesem Gebieten noch tiefe Gräben und Baustellen sind. Vor dem Hintergrund, daß in der Türkei immer noch hinterweltlichste Scheindemokratie und ein Diktator herrschen sowie tausende von Beamten , Soldaten und Reporter im Gefängnis sitzen, hätte man Herrn Schäfer sinnvoller weise als Entwicklungshilfe Botschafter für Pressefreiheit und Demokratie eher in die Türkei gesendet.
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Schallblech, 30. September 2017, 12:29 Uhr


Was für ein Deutsch reden die Politiker neuerdings?
"auf den Sack gegangen", "in die Fresse kriegen" ....
Politiker wurden mal als Vorbilder gesehen. Wollen die das nicht mehr sein?
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