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16 Beschwerden wegen «Spiegel»-Titel zu Trump

8. Februar 2017

Die Trump-Zeichnung auf dem aktuellen "Spiegel"-Titel beschäftigt auch den Presserat. Der Titel hatte eine heftige Debatte im In- und Ausland ausgelöst.

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Berlin (epd). Bislang seien 16 Beschwerden zu dem Cover eingegangen, sagte eine Sprecherin des Selbstkontrollorgans der deutschen Presse am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Zeichnung aus der Feder des aus Kuba stammenden Künstlers Edel Rodriguez, der als politischer Flüchtling in den USA lebt, zeigt US-Präsident Donald Trump mit dem blutig abgetrennten Kopf der Freiheitsstatue in der Hand. Der Titel hatte eine heftige Debatte im In- und Ausland ausgelöst.

"Diffamierende Darstellung"

Kritisiert werde eine "diffamierende, ehrverletzende Darstellung des amerikanischen Präsidenten, der als Terrorist dargestellt wird", sagte Eick. Die Beschwerden beriefen sich vor allem auf die Ziffern 1 und 9 des Pressekodexes. Ziffer 1 hält fest, dass die Wahrung der Menschenwürde zu den obersten Geboten der Presse gehört. In Ziffer 9 heißt es: "Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen." Die Beschwerden wird der Presserat im März prüfen.

Kritik zurückgewiesen

In der Debatte über den "Spiegel"-Titel war der augenscheinliche Vergleich Trumps mit einem islamistischen Terroristen teils deutlich kritisiert worden. Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hatte die Kritik am Dienstag in einem Kommentar auf "Spiegel Online" zurückgewiesen. Trump enthaupte auf dem Cover keinen Menschen, sondern ein Symbol, schrieb er.

Der Pressekodex des Deutschen Presserats enthält Regeln für die tägliche Arbeit von Journalisten. Bei Verstößen kann das Gremium einen Hinweis, eine Missbilligung oder eine Rüge aussprechen. Konkrete Folgen haben die Sanktionen nicht.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 9. Februar 2017, 10:57 Uhr


Es ist schon ganz schön heftig.
Aber das hat sich Mr. Trump selber zuzuschreiben. Wer die Verfassung, die Menschenrechte und die Werte der USA derart mit Füßen tritt, muß mit solchen Reaktionen rechnen.
Ob er die Verhaftung der Verantwortlichen und ihre Auslieferung an die USA fordert?
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