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Bei ihren Treffen liest der 15-jährige Michael Berg (David Kross) der 20 Jahre älteren Hanna Schmitz (Kate Winslet) aus der Weltliteratur vor. Foto: arte

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Der Vorleser

TV-Tipp: arte, Mo, 5.2., 20.15 Uhr

5. Februar 2018

Im Nachkriegsdeutschland der späten 50er Jahre begegnet der Gymnasiast Michael der Straßenbahn-Schaffnerin Hanna. Auf ruppig-mütterliche Art verführt die 36-Jährige das „Jungchen“.

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Bei ihren Treffen liest der 15-jährige Michael Berg (David Kross) der 20 Jahre älteren Hanna Schmitz (Kate Winslet) aus der Weltliteratur vor. Foto: arte

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Der 15-Jährige beginnt mit der wortkargen Frau eine Affäre, die um ein scheinbar albernes Spiel kreist. Hanna geht nur mit ihm ins Bett, wenn er ihr aus seinen Schulbüchern vorliest: Homer, Tschechow, D.H. Lawrence. Sie lauscht mit gespannter Aufmerksamkeit. Die Unbeschwertheit dauert einen Sommer, dann verschwindet Hanna spurlos. Ein knappes Jahrzehnt später nimmt Michael, inzwischen Jurastudent, als Beobachter an einem Auschwitz-Prozess teil und erkennt zu seinem Entsetzen Hanna unter den Angeklagten.

Seine einstige Geliebte entpuppt sich als KZ-Aufseherin, die 300 Menschen auf dem Gewissen haben soll. Im Laufe der Vernehmungen errät Michael ihr Geheimnis, für das sich Hanna mehr schämt als für ihre Verbrechen: Sie ist Analphabetin. Mit dieser Information würde sich die Beweislage ändern. Soll Michael für sie aussagen? Stellt sich dadurch die Frage nach ihrer persönlichen Schuld neu?

„Der Vorleser“ beruht auf dem gleichnamigen Roman von Bernhard Schlink (1995). Besonders Kate Winslet brilliert in ihrer Rolle als Hanna Schmitz. 2009 wurde sie für „Der Vorleser“ vielfach als beste Haupt- oder Nebendarstellerin ausgezeichnet (unter anderem mit dem Oscar, Golden Globe, Bambi und Europäischen Filmpreis). Der Film selbst wurde in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch und Beste Kamera für den Oscar sowie den BAFTA-Award nominiert.

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Leser-Kommentare öffnen

Atlantica, 5. Februar 2018, 21:57 Uhr


Ein ganz hervorragender Film. Den Autor Bernhard Schlink habe ich in Bonn als Professor für Öff. Recht kennengelernt und ihm sogar einmal eine Frage zum Staatsrecht gestellt, auf die er auch einging. :-)
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