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Einfach mal bei den Nachbarn vorbeischauen. Vielleicht mit einem netten Gruß zum Advent – warum das etwas mit Gottes Reich zu tun haben kann. Siehe Leitartikel unten. Foto: TSEW
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Und es kommt eine Zeit

Advent

Aus der Printausgabe - UK 49 / 2017

Von Karin Ilgenfritz | 1. Dezember 2017

Warten wir in der Zeit vor Weihnachten auf den 24. Dezember – oder ist da mehr? Advent erinnert daran, dass Christus kommt, sein Reich errichtet. Manchmal können wir davon etwas spüren

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Einfach mal bei den Nachbarn vorbeischauen. Vielleicht mit einem netten Gruß zum Advent – warum das etwas mit Gottes Reich zu tun haben kann. Siehe Leitartikel unten. Foto: TSEW

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Adventskranz und Adventskalender – Symbole des Wartens. Die Vorweihnachtszeit ist eine Warte-Zeit. Für Kinder ist klar, worauf sie warten: Vor allem auf Geschenke und Ferien. Vielleicht auch auf das Krippenspiel, Besuch oder Spieleabende.
Und wir? Die Adventszeit erinnert uns daran, dass wir Christinnen und Christen auf das Kommen Christi warten. Auf das Reich Gottes. Aber wie sieht es aus, das Reich Gottes?

Die Bibel beschreibt Szenen wie „es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen“ und man soll „nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens“ (Jesaja 65).
Spannende Frage: Wann kommt es denn, das Reich Gottes? Und: Kommt es von selbst oder müssen wir etwas dafür tun?

Gottes Auftrag an uns ist, auf Erden Gutes zu tun. Das versuchen wir – wir setzen uns ein für Gerechtigkeit, für den Klimaschutz und kämpfen für den Frieden. Aber oft entsteht der Eindruck, es reicht nicht. Die Dinge werden eher schlechter als besser. Es gibt viel Unrecht, die Klimakatastrophen werden mehr und in zu vielen Gegenden der Erde herrscht Krieg und Hungersnot. Da könnte man manchmal verzweifeln. Von Reich Gottes keine Spur.

Ein weiterer Blick in die Bibel macht deutlich, dass hier auf Erden nichts anderes verheißen wird. Jesus sagt selbst: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Johannes 18, 36). In diesem irdischen Leben werden wir sein Reich in seiner ganzen Fülle wohl nicht erleben. In einem Lied heißt es in Anlehnung an die Offenbarung des Johannes: „Und es kommt eine Zeit, wo kein Tod mehr wird sein und kein Leid, kein Schmerz und kein Geschrei.“

Das klingt gut. Kein Tod, kein Leid, kein Schmerz. Aber eben nicht hier auf dieser Erde. Wir glauben an ein Leben nach dem Tod. Daran, dass dann alles gut ist.
Dennoch: Es gibt schon hier und jetzt Momente, wo das Reich Gottes aufleuchtet. Nämlich überall da, wo Menschen tun, was Jesus ihnen aufgetragen hat: Liebe Gott von Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst. Wo Menschen füreinander da sind, wo jemand offene Ohren findet, einem anderen verzeihen kann oder sich mitfreuen kann – da wird Gottes Reich sichtbar und spürbar.

Wir sind aufgerufen, das Richtige zu tun. Auch wenn wir wissen: Hier, während unseres irdischen Lebens wird uns das nicht in aller Vollkommenheit gelingen. Das kann entlasten, von überzogenen Erwartungen und tiefen Enttäuschungen schützen.
Der Liederdichter Jochen Klepper schreibt in einem Adventslied (EG 16): „Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert mit uns allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr“. Mit dieser Hoffnung können wir dazu beitragen, dass Gottes Reich unter uns aufleuchtet. Im Advent und darüber hinaus. 

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