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Blick ins Assapheum, den Tagungsort der westfälischen Landessynode in Bielefeld-Bethel. Das Foto zeigt einen Moment der Tagung des vergangenen Jahres. Foto: gmh

Wahlen und Pfarramt

Kirche

Aus der Printausgabe - UK 47 / 2017

17. November 2017

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen tagt in Bielefeld. Amt des theologischen Vizepräsidenten wird neu besetzt

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Blick ins Assapheum, den Tagungsort der westfälischen Landessynode in Bielefeld-Bethel. Das Foto zeigt einen Moment der Tagung des vergangenen Jahres. Foto: gmh

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BIELEFELD – Die Wahl eines neuen theologischen Vizepräsidenten und Reformen für den Pfarrberuf beschäftigen die diesjährige Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen, die vom 20. bis 23. November in Bielefeld tagt. Vizepräsident Albert Henz (63) geht im Sommer 2018 in den Ruhestand, wie die westfälische Kirche in Bielefeld mitteilte. Als Nachfolger stellen sich am 23. November der Dortmunder Superintendent Ulf Schlüter und der Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung der westfälischen Landeskirche, Peter Böhlemann, zur Wahl (siehe ausführliche Vorstellung der Kandidaten auf den Seiten 10 und 11).
Der theologische Vizepräsident ist Stellvertreter von Präses Annette Kurschus, seit 2012 leitende Theologin der westfälischen Landeskirche. Wie alle Mitglieder der Kirchenleitung werden Präses und Vizepräsidenten von der Landessynode für acht Jahre gewählt.

Zur Eröffnung der Landessynode in Bielefeld-Bethel werde Präses Kurschus in ihrem Bericht eine aktuelle Zeitansage machen, kündigte die Landeskirche an. An einem Abend wird die Lage bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen der Kirchen im Orient die Synodalen beschäftigten. Über ihre Situation informieren Martin Tamcke, Professor für ökumenische Theologie an der Universität Göttingen, und der syrisch-orthodoxe Erzbischof Mor Polycarpus Augin Aydin.

Ein weiteres Thema der Synode ist die künftige Gestaltung des Pfarramtes. So sollen die Ergebnisse des Diskussionsprozesses „Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft unserer Kirche“ vorgestellt werden, der vor zwei Jahren auf der Synodentagung 2015 angestoßen worden war. Dabei gehe es darum, diesen Schlüsselberuf der Kirche zu stärken, durch Klärung der Aufgaben von Pfarrern und Arbeitsteilung mit anderen kirchlichen Berufen sowie Ehrenamtlichen, erklärte ein Sprecher. Außerdem werde der Haushaltsplan für 2018 festgelegt.

Die westfälische Landeskirche ist die viertgrößte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Oberstes Organ ist die Landessynode, der Vertreter aller 28 Kirchenkreise angehören. Die Landessynode kommt in der Regel einmal im Jahr für knapp eine Woche in Bielefeld-Bethel zusammen, um über wichtige Belange der gesamten Landeskirche zu entscheiden. epd/leg

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