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2030: Hoffnung

Ökumene

Gerd-Matthias Hoeffchen | 16. November 2017

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Die Zahl ging fast unter: 2030. Tatsächlich ist sie eine kleine Sensation. Für das Jahr 2030 nämlich können sich Spitzenvertreter der beiden großen christlichen Kirchen mittlerweile vorstellen, dass Evangelisch und Katholisch gemeinsam zum Abendmahl gehen dürfen. Das wäre das 500-Jahr-Jubiläum der Bekenntnisschrift „Confessio Augustana“, die vielen als letzter großer Versuch gilt, die Einheit der Kirche zu retten. Ins Gespräch gebracht haben das der im Vatikan für Ökumene zuständige Kurienkardinal Karl Koch und jetzt – am Rande der EKD-Synode in Bonn – der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad. Er ist für die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) an Ökumene-Gesprächen mit dem Päpstlichen Einheitsrat beteiligt.

Nach Jahrhunderten der Trennung erschien ein gemeinsames Abendmahl noch bis vor Kurzem ausgeschlossen. Ähnlich wie jahrzehntelang der Fall der Berliner Mauer. Sicher, es gibt starke Bremser auf beiden Seiten. Aber: Mit einem Mal ist auch plötzlich ganz konkret Hoffnung da.

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