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Symbolwert

Muslimischer Feiertag

Annemarie Heibrock | 26. Oktober 2017

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Warum Thomas de Maizière gerade jetzt über muslimische Feiertage gesprochen hat, bleibt ein Rätsel. Die anschließende hitzige Diskussion aber hat gezeigt: Es besteht Gesprächs- und (rechtlicher) Klärungsbedarf.

Schon jetzt ist klar geworden, dass es keine Maximallösung geben muss mit gesetzlich geschützten Feiertagen für alle Bürger eines Bundeslandes, sondern dass es auch Zwischenlösungen geben kann, wie sie bereits für Juden existieren, die das Recht haben, sich an bestimmten Tagen von der Schule oder von der Arbeit freizunehmen.

Mutmachend ist dabei die Tatsache, dass auch die muslimische Seite aktuell keine Maximalforderung gestellt hat. Ob aber die These, ein muslimischer Feiertag trüge zur Integration bei, wirklich stimmt, bleibt fraglich. Vermutlich hätte er kaum mehr als nur symbolischen Wert. Da gibt es andere Dinge: gute Nachbarschaft etwa, bessere Bildungschancen für Kinder aus zugewanderten muslimischen Familien und nicht zuletzt der christlich-muslimische Dialog, der trotz aller atmosphärischer Störungen weitergehen muss. Unbedingt.

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