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Polizisten der kolumbianischen Anti-Drogen-Spezialkräfte trainieren in der Polizei-eigenen Koka-Plantage. Foto: 3sat

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Drogen kann man nicht erschießen

TV-Tipp: 3sat, Mo, 19.6., 22.25 Uhr

19. Juni 2017

Der Drogenkrieg ist einer der längsten Kriege der Geschichte: Er begann 1971, als der damalige US-Präsident Richard Nixon erklärte: „Staatsfeind Nummer Eins ist der Drogenmissbrauch.“

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Polizisten der kolumbianischen Anti-Drogen-Spezialkräfte trainieren in der Polizei-eigenen Koka-Plantage. Foto: 3sat

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Es ist ein weltweiter Krieg gegen die Drogen. Vor allem in Lateinamerika, obwohl die Drogen hauptsächlich in den USA und in Europa konsumiert werden. Doch dieser Kampf ist gescheitert: Drogen sind erhältlich wie eh und je, billiger als je zuvor.

In den Transit-Ländern des Drogenschmuggels und auf den großen Märkten in den USA und Brasilien gibt es die meisten Tötungsdelikte. 47 der 50 gefährlichsten Städte der Welt liegen dort. Die Länder in Lateinamerika sind es leid, den Preis für ein Problem zu bezahlen, das nicht ihres ist. Diese Länder, sagen viele Politiker, seien nicht mehr bereit, diesen Krieg weiter zu kämpfen.

In Deutschland und Frankreich mehren sich die Stimmen, die die vorwiegend repressive Politik infrage stellen. Die ehemalige Schweizer Bundespräsidentin Ruth Dreifuss, Mitglied der Weltkommission für Drogenpolitik, der auch der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan angehört, sagt, erklärtes Ziel sei, den Schwarzmarkt nicht nur einzudämmen, sondern ihn auszutrocknen. „Wir können den Drogenmarkt nicht in kriminellen Händen lassen.“

Der engagierte Dokumentarfilm versucht, Wege aus dem Drogenkrieg aufzuzeigen. Er wurde in zehn Ländern gedreht: in Großbritannien, Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, USA, Kolumbien, Bolivien und Mexiko.

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