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Drei Millionen Kinder haben suchtkranke Eltern

Sucht

20. Juni 2017

Mehr als drei Millionen Kinder in Deutschland wachsen mit mindestens einem suchtkranken Elternteil auf.

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Berlin (epd). Jedes fünfte Kind ist nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), direkt von einer Abhängigkeit der Eltern betroffen. Um später selbst keine Abhängigkeiten und psychischen Störungen zu entwickeln, bräuchten Kinder verlässliche Bezugspersonen außerhalb des Elternhauses, hieß es am Montag auf der Jahrestagung der Drogenbeauftragten in Berlin, die den Schwerpunkt "Kinder aus suchtbelasteten Familien" hatte.

Stabiles Beziehungsnetz wichtig

Ein Drittel der Kinder aus suchtbelasteten Elternhäusern werde später selbst abhängig, ein weiteres Drittel entwickle eine andere psychische Störung und nur ein Drittel bleibe unauffällig, erklärte Michael Klein, Leiter des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung. Für diese unauffällige Entwicklung, die sogenannte Resilienz, sei vor allem ein stabiles Beziehungsnetz unabhängig vom Elternhaus wichtig, erklärte Klein. Zudem müsse es mehr koordinierte Eltern-Kind-Behandlungen und spezielle Angebote für Kinder geben, denn "Sucht ist eine Familienkrankheit", betonte Klein.

Kindern mit einem suchtkranken Elternteil mangele es an sozialer und emotionaler Stabilität, hieß es auf der Fachtagung. "Es darf nicht sein, dass in Deutschland betroffene Kinder noch viel zu häufig übersehen werden und keine Hilfe erhalten, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen", sagte Mortler. Das Suchtproblem eines Familienmitglieds werde zum dauerhaften Stressfaktor für die ganze Familie, hieß es auf der Tagung.

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Atlantica, 21. Juni 2017, 10:27 Uhr


"Ein Drittel der Kinder aus suchtbelasteten Elternhäusern werde später selbst abhängig, ein weiteres Drittel entwickle eine andere psychische Störung und nur ein Drittel bleibe unauffällig, erklärte Michael Klein, Leiter des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung."

Erst einmal ganz einfach und unkompliziert: wenn die Eltern oder ein Elternteil trinken, ist das natürlich ein schlechtes Vorbild. Es kann bei dem besagten Drittel ein Nachahmungseffekt und oder eine genetische Vorbelastung bestehen. Insgesamt sind es aber außerordentliche komplexe Bedingungen, die zur Sucht führen. Hier wird in einem sehr knappen Artikel behauptet, es sei ein Drittel, das süchtig wird. ODER eine andere Störung entwickelt. ODER unauffällig bleibt. Geht es ein bisschen genauer, bitte? Danke.
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