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Lob der Vielfalt

Musik

Aus der Printausgabe - UK 20 / 2017

13. Mai 2017

Kantorei und Band, Choral und Gospel: Für alle sollte etwas dabei sein

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Wolfgang Flunkert Foto: Privat

„Es ist die Mischung, die den Reiz der Musik bei der Konfirmation ausmacht. Für jeden sollte etwas dabei sein. Schließlich wissen wir, dass bei diesen besonderen Gottesdiensten ja auch nicht nur Menschen der Kerngemeinde vertreten sind, sondern viele, die sonst keine oder wenig Berührung mit der Kirche haben.
In unserer Gemeinde sind immer zwei der zahlreichen Chöre und Instrumentalgruppen  im Konfirmationsgottesdienst aktiv. Wenn zum Beispiel die Kantorei singt und die Band musiziert, kommen automatisch verschiedene Klangfarben zusammen.

Wir sehen das auch nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung. Zu jeder Konfirmation gehört mindestens ein klassischer Choral, aber genauso Gospels oder so genannte neue geistliche Lieder – von denen viele ja auch so neu nicht mehr sind. In die Liedauswahl, die in gemeinsamer Absprache von Pfarrerinnen und Pfarrern, Helferinnen und Helfern sowie dem Kantor erfolgt, werden auch die Hits aus dem Konfirmandenunterricht einbezogen.

Bei aller Orientierung auf die Wünsche und Vorlieben der jungen Menschen sind wir uns aber im Klaren darüber, dass wir niemals den Musikstil treffen, den die Jugendlichen in ihrer Freizeit hören. Aber das muss auch nicht sein: Denn die jungen Leute spüren, dass der Konfirmationsgottesdienst ein ganz besonderes Ereignis ist. Da darf dann auch schon andere als die alltägliche Musik erklingen.
Außerdem gehört zum Konfirmandenunterricht in unserer Gemeinde immer eine Orgelführung, an der die Kinder meist mit großem Interesse teilnehmen. Auch dadurch nehmen die Berührungsängste gegenüber diesem Instrument und damit der klassischen Kirchenmusik ab.

Mit unserer musikalischen  Mischung kommen wir offenbar bei den meisten Gottesdienstbesuchern ganz gut an. Konflikte jedenfalls gibt es kaum. Im Gegenteil: Wir erhalten – was uns sehr freut –  Lob für die Vielfalt. Zumindest von den eher kirchennahen Familien. Von den anderen erfahren wir leider nichts.“
Wolfgang Flunkert, Kreiskantor Herne (Protokoll: hei)

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