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Von Gründonnerstag bis Ostermontag: die Stimmungskurve zu Ostern. Fotos: tsew

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Die Botschaft der Freude

Trauer, Angst, Entsetzen und Verzweiflung beherrschen unser Empfinden. Warum hat die Freude so selten eine Chance? Zu der Botschaft von Ostern

Aus der Printausgabe - UK 16 / 2017

Von Gerd-Matthias Hoeffchen | 13. April 2017

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Von Gründonnerstag bis Ostermontag: die Stimmungskurve zu Ostern. Fotos: tsew

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All das gibt es: Freude. Trauer und Entsetzen. Angst. Rat- und Ausweglosigkeit. Das Leben ist voll davon. Warum aber beherrschen uns von all diesen Gemütszuständen so oft allein die Trauer und die Angst, die Rat- und die Ausweglosigkeit? Warum kann die Freude sich nicht öfter durchsetzen?

Sicher, für die dunklen Stimmungen gibt es reichlich Anlass. Der Krebs, der sich in den Körper frisst. Die Kinder, die sich von den Eltern lösen. Die Eltern, die mehr und mehr Pflege bedürfen. In der Ferne der Krieg. Die Flüchtlinge hier. Und dann noch der LKW, der in die Menschenmenge rast. Das alles ist da. Sinnlos, es wegzuleugnen. Man muss sich ihm stellen. Und mag oft genug daran verzweifeln.

Es hilft aber, sich klarzumachen: Das ist nicht alles. Von Anbeginn der Menschheit gehörten Krankheit und Enttäuschung, Krieg und Gewalt zum Leben. Und zwar, statistisch gesehen, viel häufiger und schlimmer als heute. Das gilt nicht nur im Blick auf Weltkriege, Pest und Glaubenskampf. Wir leben heute sehr viel sicherer vor Krankheit, Krieg und Terroranschlägen als in den 70er- und 80er-Jahren. Auch wenn sich das beim Blick auf die Schlagzeilen anders anfühlt.

Trotzdem ist natürlich richtig: Es geht nicht nur um Zahlen und Statistik. Wen der Tumor befällt, den tröstet nicht der Hinweis: „He! Vor 30 Jahren war alles noch viel schlimmer.“ Jeder, der einen Schicksalsschlag einstecken muss, der hadert. Droht, den Halt zu verlieren.

Jeder? Die Bibel erzählt beeindruckende Geschichten. Die Menschen, die mit Jesus unterwegs waren, wussten, wie sich Leid, Trauer, Ohnmacht und Entsetzen anfühlen. Sie lernten es auf die harte Tour. Ein Blick auf die Fotoreihe oben mag die Stimmungskurve verdeutlichen. Gründonnerstag: Abendmahl – Jesus feiert mit seinen Leuten. Gemeinschaft. Karfreitag: Der absolute Tiefpunkt. Jesus stirbt am Kreuz. Alles aus. Vorbei.
Oster­­sonntag: Völlige Ratlosigkeit. Das Grab ist leer. Frauen erzählen von Engeln.

Und dann der Ostermontag: Endlich! Endlich hat alles seinen Platz. Leid und Trauer haben ihr Recht. Aber nicht das letzte Wort. Denn zum Leben gehören nicht nur Freude, Trauer, Ausweglosigkeit. Sondern noch etwas: die Erlösung.

Ohne Erlösung gewinnt die Verzweiflung. Erlösung heißt: Gott ist da. Er verlässt uns nicht. Auch wenn wir ihn oft nicht mehr sehen. Ihn mit wundem Herzen und mit wunder Seele vermissen. Uns schmerzlich nach ihm sehnen.

Gott ist da. In der Freude. Und im Leiden. Das ist die Botschaft von Ostern: Gott wischt alle Tränen ab. Manchmal schon jetzt. Auf jeden Fall dereinst. In seinem Reich hat der Tod keine Chance. Gott ist A und O, Anfang und Ende. Und am Ende wird das Leben siegen. Und das ist erst der Anfang.

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Leser-Kommentare öffnen

Alwite, 7. Mai 2017, 9:22 Uhr


Mit der Osterboschaft gedenken wir Jesu gewaltsamem Tod und blicken auf alle Gewalt und Grausamkeit in der Welt. > Trauer und Entsetzen. Angst. Rat- und Ausweglosigkeit < finden Trost und Hoffnung in der Auferstehung.

Die Anweisungen des Schöpfers sind niedergeschrieben in unseren Herzen und Gedanken, in den heiligen Schriften der Natur, die jeder für sich selbst lesen kann - tagtäglich in den kleinen Geschöpfen, in den Gräsern und Bäumen, in den wachsenden Dingen, in Wind und Donner und Regen, in den Meeren, Seen und Flüssen, in Gebirgen, Felsen und Sand, in der gewaltigen Kraft der Sonne, dem Zauber von Großmutter Mond, in den Geheimnissen der Sterne.
All diese spirituellen Dinge sind unsere Lehrer. Auch wir haben spirituelle Wesen in uns. Sie können uns die Weisheit unserer Herzen lehren. Der Schöpfer hat uns das Wissen von Schönheit und Liebe, Freude und Frieden in unsere Herzen gegeben.
Mit diesem Schatz in uns können wir uns
den Wesen aller Dinge öffnen, damit sie uns lehren und uns auf den wahren Pfad des Lebens führen.

Indianische Weisheit
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Atlantica, 7. Mai 2017, 15:49 Uhr


"Trauer, Angst, Entsetzen und Verzweiflung beherrschen unser Empfinden."

Kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen!
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