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Bischof Meister kondoliert der englischen Kirche

Anschlag von London

23. März 2017

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat der Kirche von England nach dem Anschlag von London sein Beileid ausgedrückt. Die Terroristen würden in schändlicher Weise Bezug nehmen auf den Islam.

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Ralf Meister (Archivbild) Foto: epd-bild

"In schmerzlicher Anteilnahme sind wir mit Eurem Land verbunden", betonte Meister in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an den Bischof von Leeds, Nick Baines: "Das Gedenken für die Opfer des feigen Terroranschlags in London und die Bitte um Tröstung für die Angehörigen verbinden uns eng mit der Church of England." Meister und Baines sind Co-Vorsitzende der gemeinsamen Meißen Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Church of England.

Es bleibe eine gemeinsame Herausforderung, den terroristischen Angreifern zu widerstehen, die sich in schändlicher Weise auf die Religion des Islam beriefen, erläuterte Meister. Die Kirchen seien aufgefordert, für Demokratie und Freiheit zu kämpfen. "Nicht die Rache regiert unser Handeln, nicht der Hass darf unsere Antwort sein. Wir verweigern den Tätern unsere Angst und leben aus der Gnade Gottes für eine versöhnte Gesellschaft."

Sichtbare Einheit der Kirchen

Ein Attentäter hat am Mittwochnachmittag nach bisherigen Erkenntnissen im Londoner Regierungsviertel drei Menschen getötet und etwa 40 verletzt. Er wurde von Polizisten erschossen. Die englischen Sicherheitsbehörden gehen von einem islamistischen Hintergrund aus.

Die Meißen Kommission bezieht sich auf die 1988 entstandene "Meißener Erklärung". Das Dokument verankerte die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft der Kirche von England und der EKD. 1991 unterzeichneten beide Kirchen eine Erklärung mit dem Ziel, "nach einer sichtbaren Einheit zu streben". Die Meißen Kommission besteht aus jeweils fünf Mitgliedern beider Kirchen und trifft sich einmal jährlich abwechselnd in Deutschland und in England. epd

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