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Traditionell wirft man im Gottesdienst die Kollekte in einen Beutel, unten ist meist ein Glöckchen dran – daher der Name „Klingelbeutel“. Aber immer mehr Banken tun sich schwer damit, Münzen anzunehmen. Foto: epd / Jens Schulze
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Wenn’s im Beutel nicht mehr klingelt

11. Januar 2017

Die Sparda-Bank Hannover nimmt als erste deutsche Bank in 23 von 25 Filialen überhaupt kein Münzgeld mehr an, andere verlangen Gebühren. Die hannoversche Landeskirche sorgt sich um die Annahme von Geld aus dem Klingelbeutel bei Banken.

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Traditionell wirft man im Gottesdienst die Kollekte in einen Beutel, unten ist meist ein Glöckchen dran – daher der Name „Klingelbeutel“. Aber immer mehr Banken tun sich schwer damit, Münzen anzunehmen. Foto: epd / Jens Schulze

Hannover (epd). Landauf landab nähmen viele Banken Münzgeld nur noch gegen Gebühr an, sagte Pressesprecher Johannes Neukirch am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das könne in einigen Fällen auch Kollektengelder aus dem Klingelbeutel oder Sammelbüchsen treffen. Im Einzelfall müssten die Pfarrer vor Ort eine Regelung mit den jeweiligen Banken aushandeln. Die hannoversche Landeskirche ist mit mehr als 1.250 Gemeinden zwischen Göttingen und der Nordsee die größte evangelische Landeskirche in Deutschland.

Hoffnung auf Ausnahmeregelungen

Kirchengemeinden sind verpflichtet, Kollektengelder umgehend zur Bank zu bringen und dem vorgesehenen Spendenzweck zuzuführen. Die Landeskirche suche nach Wegen, wie das auch künftig auf unkomplizierte und flexible Weise geschehen könne, sagte Neukirch. Die Kirche hoffe auf Ausnahmeregelungen für Spenden und Kollekten wie etwa bei der Sparkasse Hannover. In einigen Fällen müssten sich die Gemeinden jedoch möglicherweise damit abfinden, Gebühren für Münzen aus dem Klingelbeutel zu zahlen.

Hintergrund ist die "Bargeldprüfungsverordnung der Europäischen Union". Danach müssen Banken seit Anfang 2015 prüfen, ob Hartgeld echt und unbeschädigt ist. Dafür müssen sie besondere Geräte anschaffen. Die Sparda-Bank Hannover hatte in dieser Woche erklärt, als erste deutsche Bank in 23 von 25 Filialen überhaupt kein Münzgeld mehr anzunehmen oder auszugeben.

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Leser-Kommentare öffnen

Ruckzuck, 12. Januar 2017, 16:48 Uhr


Einerseits fand ich es schon seit langem als Unsitte, immer noch "Klein"geld in die Kollekte zu legen. Andrerseits ist es natürlich ein Unding, dass Banken keine Münzen mehr annehmen wollen.
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