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Unbarmherzig entledigt sich der frühere KZ-Arzt Szell (Sir Laurence Olivier) seiner Widersacher. Foto: 3sat

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Der Marathon-Mann

TV-Tipp: 3sat, Fr, 16.12., 22.35 Uhr

16. Dezember 2016

Ein Student wird durch seinen Bruder, einen Geheimagenten, in die Machenschaften einer Organisation ehemaliger Nazis verwickelt, an deren Spitze ein skrupelloser früherer KZ-Arzt steht.

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Unbarmherzig entledigt sich der frühere KZ-Arzt Szell (Sir Laurence Olivier) seiner Widersacher. Foto: 3sat

John Schlesinger schuf einen fiebrigen und hochkarätig besetzten New-York-Thriller mit vielen überraschenden Wendungen, alptraumhaften Situationen und fast unerträglicher Spannung.

Der New Yorker Geschichtsstudent und passionierte Marathonläufer Babe Levy versucht in seiner Doktorarbeit die Unschuld seines jüdischen Vaters zu beweisen, der sich in der McCarthy-Ära umbrachte. Gleichzeitig taucht der ehemalige KZ-Arzt Szell in New York auf, um sein im Dritten Reich auf grausame Weise erlangtes Vermögen einzustreichen, das in Form von Diamanten in einem Bankschließfach lagert.

Als der Nazi-Arzt Babes Bruder, den CIA-Agenten Doc Levy ermordet, wird Babe in die Machenschaften Szells verwickelt. Denn Szell glaubt, Doc habe vor seinem Tod noch Informationen an seinen Bruder weitergegeben. Szell und seine Helfershelfer entführen Babe und versuchen mit brutalster Folter – Szell betätigt sich dabei als „Zahnarzt“ -, ihm sein vermeintliches Wissen zu entlocken. Doch Babe kann fliehen.

John Schlesingers düsterer Thriller war einer der größten Kassenerfolge der 70er Jahre und brachte dem britischen Theater- und Filmstar Sir Laurence Olivier für seine teuflische Darstellung des KZ-Arztes eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller ein. Schlesinger („Der Falke und der Schneemann“, „Fremde Schatten“), Spezialist für Spannung mit kritischem Touch, setzt dabei auf Schockeffekte mit Spannung: Ebenso wie der Zuschauer wird auch Hauptdarsteller Dustin Hoffman lange über die Hintergründe im Unklaren gelassen. So entsteht ein verschachteltes Puzzlespiel mit Szenen von beklemmender Intensität. Ein rasanter Thriller, der Kinogeschichte schrieb.

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Leser-Kommentare öffnen

Atlantica, 16. Dezember 2016, 22:07 Uhr


Laurence Olivier als alter Nazi: genialer Schauspieler. Der Film ist grandios - das Ende unchristlich. Alter Mörder-Nazi wird in Falle gelockt und kommt seinerseits zu Tode...

sehr sehenswert!
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Pirol, 17. Dezember 2016, 17:50 Uhr


Die "Zahnarzt-Szene" hat mich damals schlaflose Nächte gekostet ...

Atlantica, 17. Dezember 2016, 20:35 Uhr


Tatsächlich? Alle Achtung! Mir hat es nichts ausgemacht. Könntest du mal schreiben, was dich so zermürbt hat? Das könnte ein interessantes Diskussions-Thema sein.
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Atlantica, 17. Dezember 2016, 21:33 Uhr


Laurence Olivier, faszinierender Schauspieler:


Der britische Theater- und Filmschauspieler, Regisseur und Sohn eines anglikanischen Pfarrers stieg in den 1940er Jahren zu einem der international bedeutendsten Charakterdarsteller auf. Sir Lord Laurence Kerr Olivier brillierte als Shakespeare-Darsteller ebenso wie in modernen oder humorvollen Rollen. Seine Wandlungsfähigkeit schien unerschöpflich und virtuos. Mit Alfred Hitchcocks "Rebecca" (1940) stieg Sir Olivier zum Star auf. Nach "Heinrich V." (1944) wurde er für "Hamlet" (1948) mit dem "Oscar" für die beste Hauptrolle und die beste Regie ausgezeichnet. 1974 in den Adelsstand erhoben, wurde er als erster Schauspieler Lord auf Lebenszeit. 1978 erhielt er den "Ehren Oscar" für sein Lebenswerk..
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