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Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums hat die Deutsche Bahn AG am Montag einen ICE-Zug auf den Namen "Martin Luther" getauft. An der Zeremonie im Berliner Hauptbahnhof nahmen neben Bahnchef Rüdiger Grube (li.) auch die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, und der Vorsitzende des Leitungskreises "Reformationsjubiläum 2017", Gerhard Robbers (re.), teil. Foto: epd

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Ein ICE namens Luther

Deutsche Bahn tauft neuen ICE auf den Namen "Martin Luther"

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Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums hat die Deutsche Bahn AG am Montag einen ICE-Zug auf den Namen "Martin Luther" getauft. An der Zeremonie im Berliner Hauptbahnhof nahmen neben Bahnchef Rüdiger Grube (li.) auch die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, und der Vorsitzende des Leitungskreises "Reformationsjubiläum 2017", Gerhard Robbers (re.), teil. Foto: epd

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Berlin (epd). Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums hat die Deutsche Bahn am Montag einen ICE-Zug auf den Namen "Martin Luther" getauft. Den Zug der neuen, vierten ICE-Generation zieren Name und Konterfei des Reformators. Es ist derzeit der einzige ICE, der nach einer Persönlichkeit benannt ist.

An der Zeremonie im Berliner Hauptbahnhof nahmen neben Bahnchef Rüdiger Grube auch die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, und der Vorsitzende des Leitungskreises "Reformationsjubiläum 2017", Gerhard Robbers, teil.

Der ICE "Martin Luther" sei ein besonderer Zug für einen besonderen Mann zu einem außergewöhnlichem Jubiläum, sagte Bahnchef Grube. Die Reformation sei ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung, dessen 500. Jubiläum im kommenden Jahr Hunderttausende Besucher nach Deutschland und Wittenberg ziehen werde. "Wir sind deshalb außerordentlich stolz auf diese Partnerschaft", sagte Grube.

Das Reisen werde 2017 eine große Rolle spielen, sagte die Reformationsbotschafterin Käßmann. Auch Luther sei immer viel unterwegs gewesen und habe das Reisen schon damals genossen. Heute sei die Bahn die beste Form des Reisens. "Ein moderner ICE mit Speisewagen hätte dem Reformator ganz sicher gefallen", sagte Käßmann.

Mit der Namenstaufe wurde zugleich eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Bahn und dem Verein "Reformationsjubiläum 2017" unterzeichnet. Die DB wird die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr unterstützen. So wird das Unternehmen zum Abschlussgottesdienst des Kirchentages am 28. Mai in Wittenberg mindestens 120 eigene Shuttle-Züge einsetzen. Dafür werden eigens die Bahnsteige in Wittenberg und Wittenberg-Pratau temporär verlängert. Die DB wird auch für die Logistik und die Gepäckaufbewahrung sorgen. Für die An- und Abreise wird ein Sonderticket aufgelegt, das in den Shuttle-Zügen für eine konkret gebuchte Zugverbindung gilt. Der Verkauf startet am 1. Februar.

Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der legendäre Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

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Leser-Kommentare öffnen

Ulrich Keßler, 11. November 2016, 9:01 Uhr


Ich stelle mir vor,
was Katharina von Bora dazu gesagt hätte:

"Der Herr diniert im ICE,
und mir tun hier die Hände weh:
Ich fege für ihn Haus und Gasse -
und er fährt fürstlich 1. Klasse!
Ich hab die Qual, Du den Genuss:
Das nächste Mal nimmst Du den Bus!“

Alwite, 11. November 2016, 12:42 Uhr


Lieber Ulrich Keßler,
super Satire:-)

Ulrich Keßler, 11. November 2016, 12:59 Uhr


Danke, liebe Alwite!
Ich hab sogar noch zwei Zeilen angefügt!
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Alwite, 11. November 2016, 9:35 Uhr


Ein Hoch der Idee, die Marin Luther und vor allem seiner Managerin Katharina von Bora gefallen hätte. Wenn namentliches Gedenken der Reform, derzeit nicht nur in aller Munde, sondern so deutlich sichtbar durch die Lande saust, ist dies Marketing vom Feinsten, dem thesengleich ansichtig, sich kaum jemend zu entziehen vermag.
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