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Frauen. Männer. Perspektiven

EINS*

5. Oktober 2016

Anfang Oktober startet das Magazin EINS* im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen

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„Frauen. Männer. Perspektiven“ ist das Thema einer neuen Publikation im Raum der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dreimal im Jahr soll das Magazin mit dem Titel EINS* (gesprochen: „Eins mit Sternchen“) erscheinen, und zwar als Sonderseiten der Evangelischen Zeitung „UK – Unsere Kirche“. Herausgeber ist der Evangelische Presseverband für Westfalen und Lippe in Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat und der Männerarbeit im Institut für Kirche und Gesellschaft in der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

„Männer und Frauen – da hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan in der Beziehung zueinander“, erklärt UK-Chefredakteur Gerd-Matthias Hoeffchen die Zielrichtung der neuen Publikation, „aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Umgang mit den traditionellen Geschlechterrollen noch immer höchst kontrovers verstanden und auch gelebt wird.“ Längst arbeiten Frauen in ehemals typischen Männerberufen, Männer bleiben als Erziehende in Elternzeit zuhause. „Und doch erleben wir noch immer, wie unser Alltag in typisch Mann und typisch Frau aufgeteilt wird“, so Nicole Richter, Leiterin des Frauenreferats. „Das fängt bei den Rollenmodellen der Werbebranche an und hört im Supermarkt bei blauen Dinos für Jungen und rosa Feen für Mädchen noch lange nicht auf.“

Der Titel des neuen Magazins solle verdeutlichen, dass bei allen Unterschieden Mann und Frau zusammengehören, dass sie EINS sind. Und das Sternchen im Namen? „Das ist ein Symbol“, erklärt Martin Treichel, Landesmännerpfarrer der westfälischen Kirche. „Mit diesem Gender-Sternchen kann man seit einiger Zeit Hauptwörtern, die Personen bezeichnen, die Information anfügen: Hier sind wirklich ALLE Geschlechter gemeint: männliche, weibliche, transgender und intersexuelle Personen“, so Treichel. Beispiel: Bürger*innen.

In Essays, Interviews, Hintergrundartikeln, Porträts und Kommentaren will EINS* die sich verändernde Gender-Thematik ausleuchten. „Das ist in dieser thematischen Konzentration sicher Neuland, auch für unsere Zeitung“, meint UK-Chefredakteur Gerd-Matthias Hoeffchen dazu, „wir glauben, dass EINS* auf Interesse stößt – auch wenn es vielleicht kontrovers diskutiert werden mag“.

Start ist am 9. Oktober, dem Erscheinungsdatum der UK-Ausgabe 41.

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Leser-Kommentare öffnen

Paperback, 5. Oktober 2016, 10:44 Uhr


Mir schwant Schlimmes. Jetzt sollen wohl die letzten Männer auf Kurs gebracht werden.
Aber vielleicht erlebe ich ja noch, wie nach langem Gender-Getöse irgendwann die Frage gestellt wird, wo die richtigen Männer geblieben seien.
Länger schon beobachten Pädagogen und Psychologen, dass gerade junge Männer unter Identitätsproblemen leiden, weil ihnen immer wieder und meist suggestiv eingetrichtert wird, dass sie nicht sein dürfen, was sie eigentlich sind: Männer und männlich.
Verstehe ich zudem Frauen richtig, dann suchen sie nicht das durch den irrsinnigen Gender-Kram verunsicherte männliche "Weichei", sondern Männer und Väter, die sich ihrer Identität und Rolle bewusst sind und entsprechend handeln.
Es hat einen Sinn, dass wir als Frauen und Männer ins Leben treten.
Mir fallen da zunehmend feminin auftretende vor allem junge Männer auf und Frauen mit Kurzhaarschnitt und männlichem Touch, bei denen ich erst auf den zweiten Blick erkenne, wer mir da entgegentritt.
Lese ich dann noch, dass bei vielen wiederum jungen Männern die Zeugungsfähigkeit abnimmt, dann stellen sich Fragen, ob und wer da in die Schöpfung pfuscht, die das irgendwie anders vorgesehen hat.
Wir sind nicht eins, wir sind verschieden und das macht einen tieferen Sinn.

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Atlantica, 5. Oktober 2016, 14:34 Uhr


Und hier ist das Kontrast-Programm Roms. Viel Spaß beim Lesen:

http://www.fr-online.de/politik/frankreich-papst-wettert-gegen-gendertheorie,1472596,34822038.html
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Paperback, 5. Oktober 2016, 15:54 Uhr


:-)

Wo er Recht hat, Atlantica, da hat er Recht.

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Atlantica, 6. Oktober 2016, 8:48 Uhr


Guten Morgen, Paperback. Also, ich habe das auch mit Interesse gelesen. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass nur der Papst recht hat. In wen habe ich Vertrauen? Wer ist glaubwürdig? Diese Frage ist für mich so derart wichtig, aber auch schwer zu beantworten, dass ich auf einfache Antworten verzichte. Nur dies führt zu mehr Sicherheit. Ich sage nicht, dass wir nur sehr wenig wissen. Aber das, was wir wissen, führt zu großen Fragen: wir feiern 500 Jahre Reformation! Wie gehen wir da ran? Nehmen wir den Monatsspruch, das Postulat der Freiheit. Ja, ist denn jetzt Mensch*in und Mann*in und Frau*in, sowie Kind*in, eine echte Rückbesinnung auf Gottes Schöpfung? Das ist eine SCHLECHTE Antwort auf eine große Frage.
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Paperback, 17. Oktober 2016, 16:07 Uhr


Atlantica,

manchmal bin ich auch mit anderen Fragen beschäftigt und so antworte ich Dir in dieser Sache jetzt erst.
In dieser Frage könnte ich jetzt munter karikieren, aber ich beschränke mich mal eine gezielte ganz spezielle Frage: Ist den Gender-Fragen-Begeisterten in unserer Gesellschaft mal aufgefallen, dass wir Kinder sprachlich neutralisieren und zu einer Sache degradieren?

d a s Kind = Neutrum

Dabei gibt es nur "Mädchen" und "Jungen". Ich erinnere mich da an eine Geschichte mit meinem Ältesten. Er konnte gerade stehen und seine ersten Schritten
machen. Und er meldete irgendwann sehr klar:"Ich bin ein Bastian". Es dauerte nicht lange, und unser Junior wechselte von der dritten Person in die Erste.
Sein Sprachschatz war noch nicht sehr reichhaltig, und dennoch stand er plötzlich vor uns und wir hörten ihn sagen: "Ich auch. Ich will auch haben!"
Da war er noch keine zwei Jahre alt. Seine Wahrnehmung eines eigenen Ich setzte also sehr früh ein und das zeichnete seinen weiteren Weg
Mir wurde damals sehr deutlich, dass wir schon in der Ansprache unseren Kindern einen Weg zum eigenen Ich-, zum eigenen Selbstbewusstsein eröffnen.
Das Kind gibt es nicht, es ist immer auch Junge oder Mädchen, eine eigenständige Persönlichkeit nämlich.

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