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So können die Porträts von "Bibleface" aussehen. Foto: Bibleface/UK

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Der Bibel dein Gesicht geben

Bibleface

18. August 2016

Das eigene Gesicht durch einen Bibelvers darstellen lassen – ein neues Internetangebot des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen macht es möglich.

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So können die Porträts von "Bibleface" aussehen. Foto: Bibleface/UK

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RECKLINGHAUSEN – Im Projekt „Bibleface“ lädt der Kirchenkreis Recklinghausen Menschen ein, ihren Glauben in einem Selfie ausdrücken. Die Aktion solle protestantische Tradition mit dem Selfie als aktueller Darstellungsform verbinden, teilte der Kirchenkreis am Dienstag mit. Jeder, der möchte, kann unter www.bibleface.de ein fotografisches Selbstporträt hochladen und dazu einen Vers aus der Lutherbibel auswählen. Aus diesem Vers und dem Foto bildet eine Software ein Schriftbild.

Das Bild können Interessierte den Angaben zufolge anschließend als Grafik-Datei herunterladen und als Display-Hintergrund oder für Grußkarten verwenden. Zum Beispiel seien daraus schon Konfirmationskarten entstanden, sagte Pfarrer Hans Hubbertz. Auch T-Shirts, Tassen oder Kissen könne man damit bedrucken, etwa mit Tauf- oder Trausprüchen.

„Steht man nah vor dem Bild, erkennt man den lesbaren Text – weiter weg wird das Portraitbild sichtbar, das sich aus dem Text als Schriftbild zusammensetzt“, erläutert Hubbertz. Es gehe um die spannende Verbindung der sich wandelnden heutigen Lebensweise einerseits mit feststehenden alten Bibelworten andererseits. Bibleface wolle protestantische Inhalte über moderne Medien transportieren. Was zu Luthers Zeiten der Buchdruck war, seien heute vermutlich die digitalen Medien.

Aus den Portraits will der Kirchenkreis außerdem eine „interaktive Installation“ bilden. Sie soll im Kirchenkreis Recklinghausen auf 55-Zoll-Bildschirmen etwa in Kirchen und Gemeindehäusern, aber auch an öffentlichen Orten gezeigt werden. epd/UK

www.bibleface.de

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Leser-Kommentare öffnen

Atlantica, 21. August 2016, 19:50 Uhr


Der Glaube an die Bibel ist wohl eine Konstante. Ob es das war, was Jesus wollte? Er sagte zwar, es solle kein Jota des Gesetzes vergehen, stiftete zugleich einige Aufregung mit seinen Gleichnissen. Praktisch gewendet: Wird das Wort Gottes in hundert Jahren noch massgeblich sein?
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