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Trotzt der Digitalisierung - das Radio. Foto: Ideenkoch

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Radionutzung in Deutschland bleibt stabil

Rundfunk

epd | 12. Juli 2016

Rund 57 Millionen Menschen in Deutschland schalten täglich mindestens einen der 102 deutschen Hörfunksender ein.

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Trotzt der Digitalisierung - das Radio. Foto: Ideenkoch

Frankfurt a.M. – Das Radio behauptet trotz zunehmender Digitalisierung seinen Platz im Alltag: Rund 57 Millionen Menschen in Deutschland schalten täglich mindestens einen der 102 deutschen Hörfunksender ein. Das sind 78,7 Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren, wie die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Im Vergleich zur Erhebung vom vergangenen Februar gewannen die Sender 865.000 Hörer hinzu.

Die durchschnittliche Hördauer liegt bei 190 Minuten täglich (Montag bis Freitag), eine Minute über dem Vorergebnis. Die Verweildauer, also die Nutzungsdauer derjenigen, die Radio hören, sank leicht um eine auf 242 Minuten. «Trotz zunehmender Digitalisierung hat Radio extrem treue Nutzer», erklärte die Agma.

Die Agma mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Forschungsverbund von mehr als 230 Unternehmen der Werbe- und Medienwirtschaft. Die Reichweiten werden zweimal im Jahr mittels telefonischer Interviews erhoben. Berücksichtigt werden alle Verbreitungswege, also neben UKW auch DABplus und Internet.

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Leser-Kommentare öffnen

Atlantica, 13. Juli 2016, 21:32 Uhr


Dazu möchte ich etwas schreiben. Es scheint, als ob die immer größere Verfügbarkeit von Medien nicht zu einer erhöhten Faszination beitragen kann. Ich kann mich noch sehr gut an das geheimnisvolle Dampfradio meiner Großeltern erinnern. Damals gab es noch nicht die Begriffe Display oder Benutzer-Oberfläche, aber ich konnte im Benutzerfeld Städtenamen wie Brüssel, Paris, Hamburg, London entdecken. Eigenartig auch die Abkürzungen KW, MW, LW für Radio mit simplem Nicht-Hifi-Empfang, dafür aber von ferngelegenen Stationen in Skandinavien oder Russland (UdSSR).

Das Radio wurde selten eingeschaltet. Opa sagte dann: Still, wir wollen Nachrichten hören. Um es sodann wieder auszuschalten.

Szenenwechsel. Auf der Arbeit, 2016. Von morgens bis zum Feierabend läuft im Großraumbüro das Radio. Daneben unterhält man sich und soll auch noch ordentlich arbeiten. - Im Auto läuft fortwährend Pop-Musik.

Auch wenn immer noch so viel Radion gehört wird wie damals, es ist nicht mehr die gleiche Faszination, wenn der Sprecher verkündet: Wir schalten nun um zum Bayerischen Rundfunk, mit einer Live-Übertragung der Bayreuther Festspiele!
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Schallblech, 14. Juli 2016, 8:34 Uhr


Bei mir im Auto läuft das Radio still mit und wird nur für Nachrichten oder gegebenenfalls für Verkehrsnachrichten laut gestellt. Zu Hause bleibt es normalerweise aus, wenn nicht gerade etwas besonders Wichtiges ist. In Supermärkten, Arztpraxen und wo man sonst noch im öffentlichen Raum ständig von Radio oder CD berieselt wird, geht es auf die Nerven.
Wenn ich Musik höre, dann bewußt, nicht nebenher (Musik, die man so dahinplätschern lassen kann, mag ich sowieso nicht). Die einzige Arbeit, bei der ich mal einen (klassischen) Musiksender oder eine CD einschalte, ist Bügeln. Es macht fast kein Geräusch und braucht wenig Konzentration ;)

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Atlantica, 14. Juli 2016, 9:14 Uhr


Sie fragen: Wie lange pro Tag hören Sie Radio? Daraus bilden sie einen Durchschnittswert - 3 h. In der Überschrift steht, dass die Radionutzung stabil bleibt. In Wirklichkeit sind die ganzen Berieselungen in den 3 h drin.

Schallblech, ich kann noch nicht einmal beim Bügeln Musik hören, weil ich es dann nicht genieße. Musik ist für mich das völlige Abschalten (das wäre beim Bügeln schlecht...).
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