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Held für einen Augenblick

Angemerkt

Aus der Printausgabe - UK 28 / 2016

Anke von Legat | 11. Juli 2016

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Manchmal kann Heldentum so einfach sein. Man muss es nur erkennen. Foto: 75tiks

Ehrfürchtig stehen die Kleinen vor dem Blumenbeet. Wie an einer Schnur aufgereiht bestaunen sie regungslos zwei Männer mit Schaufeln. Die beiden graben ein Loch. Schlicht und einfach. Aber für die Kindergartenkinder ist das offenbar ein unendlich faszinierendes Schauspiel.

„Ist es nicht toll, so angehimmelt zu werden?“, frage ich im Vorbeigehen. Aber die beiden Männer haben kein Auge für die staunende Kinderschar. Sie tun nur ihren Job.
Dabei hätten sie diesen Moment, in dem sie für eine Schar Kinder Helden waren, doch genießen können. Was tun Menschen sonst nicht alles dafür? Sie bieten unendlich viel Zeit und Kraft auf, um bewundert zu werden. Sie stürzen sich in absurde Abenteuer und Gefahren; manche setzen gar ihr Leben aufs Spiel für ein paar Momente Ruhm und Heldentum.

Aber was genau ist das eigentlich – ein Held, eine Heldin? In Dortmund gibt es jetzt eine Aktion, bei der „Helden des Augenblicks“ gekürt werden. Die Menschen, die zur Wahl stehen, haben nicht die Welt aus den Angeln gehoben, aber sie haben dafür gesorgt, dass sie für einen Moment lang etwas besser wurde – zum Beispiel, indem sie einem anderen spontan geholfen haben, ohne dabei an sich selbst und den eigenen Vorteil zu denken. Solche Art von Heldentum braucht die Welt. Die Bibel nennt es Nächstenliebe.

Für die Kinder im Kindergarten musste es nicht mal das sein. Ihnen reichten eine Schaufel und ein Loch. Ein Lächeln und ein paar netten Worte von den Männern, und sie wären im Himmel gewesen. Manchmal kann Heldentum so einfach sein. Man muss es nur erkennen.

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Leser-Kommentare öffnen

Ruckzuck, 11. Juli 2016, 17:02 Uhr


Meine Helden in dem Alter waren die "weißen Mäuse", das waren die Motorradpolizisten. Was habe ich die angehimmelt. Und auch da wird es keiner gemerkt haben.
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Alwite, 11. Juli 2016, 18:17 Uhr


Lieber Ruckzuk - danke - sie waren es auch für mich. Diese "Mäuse" verkörperten für mich den himmlischen Schutz in ganz eigener Art. Wir wohnten an der Hauptstrasse, die vom Flughafen in die Innenstadt führt. Wie viele Saaatsoberhäupter habe ich unverhofft von "oben" beobachten können. Wenn die Eskorte blitzblanker Motorräder mit ihren stulpenbehandschuhten, schneeweissuniformierten Polizisten unter mir ganz langsam in tiefem Brummton vorbeiflüssterte, war das ein Erleben, das den kleinen Kopf des Oberhauptes in der offenen Staatskarosse völlig vergessen liess. Welches Kind interessierte da schon ein Werweissnichtwer, wenn es diese erhabene Eskorte, anzustaunen galt.
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