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Heikle Lage

Amtsbezeichnung

Aus der Printausgabe - UK 28 / 2016

Gerd-Matthias Hoeffchen | 10. Juli 2016

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Manchmal bekommt man auf eine Frage nicht die Antwort, auf die man hofft. Das war beim Brexit so. Und jetzt wohl auch in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dort gibt es seit Längerem den Vorschlag, die Bezeichnung „Präses“ für das leitende theologische Amt abzulösen durch „Bischof“ oder „Bischöfin“.
Nun war ein solcher Änderungsvorschlag heikel: So mancher Kritiker sah das gesamte bisherige Leitungsverständnis in der Landeskirche („presbyterial-synodal“) in Frage gestellt. Die Befürworter des Vorschlags wurden nicht müde zu betonen, dass dies nicht der Fall sei; ihnen ginge es lediglich um ein verständlicheres Wort als das stets erklärungsbedürftige „Präses“.
Also: heikle Lage. Da wollte man verständlicherweise nicht einsam nach vorne preschen. Deshalb sollte sich die Kirchenbasis dazu äußern. Hätte es da Zustimmung gegeben – alles in Butter.
Die Basis aber hat abgelehnt (siehe "Präses" bevorzugt). Rechtlich verbindlich ist dieses Meinungsbild zwar nicht. Aber ignorieren lässt es sich nun auch nicht mehr.

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