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Zuspruch

Polizeiarbeit

Aus der Printausgabe - UK 26 / 2016

26. Juni 2016

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Viele Polizeikräfte sehen sich als „Prügelknaben der Nation“. Besonders belastend: Sie sind vermehrt Zielscheibe von Gewaltattacken (Seite 4). Dazu kommt Frust, wenn die eigene Arbeit als ineffektiv empfunden wird. Weil Straftaten wie Einbrüche mangels Personal oft nur verwaltet werden können. Weil erlebt wird, wie verhängte Sanktionen wirkungslos verpuffen, wenn Delikte nicht zeitnah geahndet werden. Oder der gesetzte Strafrahmen nicht ausgeschöpft wird.
Den enormen Druck, der auf dem Polizeiapparat lastet, durch kurz geschulte Hilfssheriffs zu mindern, wie jetzt der Bundesinnenminister vorschlägt, offenbart das Versäumnis der Vergangenheit, hilft allenfalls kurzfristig. Zur Wahrung des staatlichen Gewaltmonopols braucht es auf Dauer deutlich mehr qualifizierte Kräfte. Und es braucht schnell hartes Durchgreifen, wenn die, die es verkörpern, angegriffen oder in ihrer Arbeit behindert werden.
Die große Mehrheit der Bevölkerung vertraut dieser Polizei. 84 Prozent Zuspruch und damit Rang fünf unter den zehn angesehensten Berufsgruppen ergab die Bürgerbefragung öffentlicher Dienst 2015.

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