hg
Bild vergrößern

Anzeige

Dreimal Mehr

Tag der Arbeit

Bild vergrößern

Anzeige

Der „Tag der Arbeit“ erfährt seine Geburt am 1. Mai 1886 in den USA: Hunderttausende treten in den Streik, um bessere Arbeitsbedingungen zu erzwingen. Die Proteste enden blutig – noch dazu ohne große Erfolge. Der Funke springt dennoch über auf Europa und zündet 1890, ausgerufen als „Kampftag der Arbeiterbewegung“, weltweit.
Mit dem Motto 2016 „Zeit für mehr Solidarität“ knüpfen die Gewerkschaften hier an überkommene Ziele an: Angemessene Arbeitszeiten, Löhne und Gehälter. Vor Augen steht etwa das jüngst erneut belegte unerträgliche Ungleichgewicht in der Entlohnung von Mann und Frau. Mehr Solidarität gesamtgesellschaftlich fordern sie „zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Flüchtlingen, Schwachen und Starken“. Unerlässlich zu betonen, zumal in AFD- und Pegida-Zeiten.
Die Gewerkschaften selbst aber – so der hintergründig aufblitzende dritte Impuls des Mottos – werden nur überzeugen, wenn „mehr Solidarität“ auch für sie selbst gilt. Vergangene Machtspiele sind manchen da noch in unguter Erinnerung.

0

Leser-Kommentare öffnen

Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Per E-Mail empfehlen