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In die Zukunft?

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katholische Kirche

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Es mag sein, dass Franziskus am Ende scheitert an den Ewiggestrigen in seiner Institution. Es mag auch sein, dass er nichts wirklich Neues gesagt hat, als er bei seinem Besuch der lutherischen Gemeinde in Rom evangelische Christen, die mit Katholiken verheiratet sind, ermutigte, ihrem Gewissen zu folgen und im katholischen Gottesdienst zur Kommunion zu gehen (Seite 5). Dennoch: Die Tatsache, dass er es gesagt hat, ist einmal mehr allein ein Grund zur Freude – nicht nur für Evangelische. Denn damit knüpft der Papst ausdrücklich an die Ökumene-Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils an, die immerhin ein halbes Jahrhundert alt sind, aber im Vatikan offenbar lange Zeit vergessen waren.

Mit Franziskus könnte also der Weg der katholischen Kirche „zurück in die Zukunft“ gehen. Darum kann man diesem Papst, der seiner Kirche ein menschliches Gesicht gegeben und in seiner kurzen Amtszeit so viele mutmachende Signale ausgesendet hat, nur wünschen, dass es ihm gelingt, die Hürden, die ihm in den eigenen Reihen in den Weg gestellt werden, zu überwinden.

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