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Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist in den Augen mancher fundamentaler Christen unerwünscht. Eun Grund für sie, bei der AfD mitzumarschieren, meint der Sozialoge Andreas Kemper. Foto: Fullempty

Christliche Fundamentalisten stark in der AfD

Gegen »Genderwahn«

Aus dem Archiv (19.02.2016)

Christliche Fundamentalisten spielen nach Ansicht des Münsteraner Soziologen Andreas Kemper innerhalb der rechtspopulistischen AfD eine wichtige Rolle.

»Ideologisch gesehen sind sie sehr stark in der AfD, besonders in Baden-Württemberg«, sagte Kemper in Hannover bei einer Versammlung der Initiative »Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus« in Hannover. Auch im Erzgebirge sei diese Gruppierung deutlich vertreten, erläuterte der Publizist aus Münster, der seit einigen Jahren über die Partei forscht.## Die christlichen Fundamentalisten in der AfD stünden auch der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung nahe, sagte Kemper. »Sie sagen, es ist eine Christenpflicht, da mitzumarschieren.« Vor allem in Baden-Württemberg wendeten sie sich unter anderem gegen die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, die sie als »Genderwahn« abtäten, erläuterte er. Die unterschiedlichen Flügel der AfD verbinde, dass sie gegen eine Gleichstellung von Menschen seien. So träte der neo-liberale Zweig für einen weitgehenden Sozialabbau ein, der völkisch-nationale bediene den Rassismus. epd